![]() |
Benutzerdefinierte Suche
|
| Startseite » Rezensionen von A - Z » Herbert Grönemeyer - Ö | ||
|
|
CD-Kritik: Herbert Grönemeyer - ÖAnzeigeTitel: Ö Erscheinungsjahr: 1988 Genre: Rock Bewertung: ![]()
Ö war das siebte Album von Herbert Grönemeyer. Es erschien im Jahr 1988 nach dem Album Sprünge. Ö war, wie eigentlich alle Grönemeyer Alben, recht erfolgreich. Die Verkaufszahlen lagen deutlich höher, als die des Vorgängeralbums Sprünge. Auch Ö erreichte Rang 1 sowohl in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Deutschland hielt sich das Album 14 Wochen auf Rang 1, was schon ein sehr guter Wert ist. Ö besaß auch, im Gegensatz zu Sprünge, mehr bekannte Titel (Was soll das, Vollmond oder etwa Halt Mich). Besetzungsmäßig hatte sich nicht viel zum Vorgängeralbum getan, allerdings war hier auch der Saxofonist Frank Kirchner mit von der Partie. Insgesamt konnte Grönemeyer mit Ö sicherlich wieder etwas Boden gutmachen. Das klang irgendwie rockiger und bodenständiger. Schon mit dem ersten Song Was soll das wurde die Ausrichtung klar. Ein klasse groovender Song mit einer absolut zwingenden Melodie. Dem Song kann man sich eigentlich nicht entziehen. Herrlich gelungen ist die fast schon komödiantische Beschreibung einer Eifersuchtsszene. Vollmond beginnt mit einem relativ harten Gitarrenriff. Der Song stampft gut, der Text ist ganz lustig. Komet klingt ganz anders, eher wie eine Singer Songwriter Rocknummer mit guter Instrumentierung und interessanter Melodie. Auch Mit Gott klingt wieder einmal ganz anders - so etwa Richtung Rockabilly. Das ist nichts Neues, klingt aber gut. Inhaltlich ist der Song durchaus politisch, denn Grönemeyer befasst sich hier z. B. mit der so genannten Barschel-Affäre. Mit dem Song Halt mich offeriert Grönemeyer eine seiner typischen Balladen, wobei Halt Mich sicherlich zu den besten aller Grönemeyer Balladen gehört. Keine Heimat ist eine rockige Singer Songwriter Nummer. Der Text wirkt durchaus bissig und etwas politisch. Herbsterwachen ist ein schöner melodiöser und balladesker Song. Gelungen ist die atmosphärische Gitarrenarbeit. Fragwürdig klingt etwas sonderbar, wie ein Mix aus britischem Electro-Pop und Motown. Bist du taub schloss die damalige Schallplatte als Ballade ab. Wieder typisch Grönemeyer und wieder gut. Auf der CD gibt es dazu eine längeren Remix des Songs Was soll das. Das klang ganz gut, was uns Grönemeyer mit Ö auftischte. Nachdem er, nach meiner Meinung, mit dem Album Sprünge doch ganz leicht enttäuschte, legt Grönemeyer mit Ö ein richtig gutes Album vor. Die Songs sind ihm allesamt gut gelungen. Alleine die ersten fünf Songs würden den Kauf des Albums schon rechtfertigen.
Rezensent: MP
|