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CD-Kritik: Adam Green - Jacket Full Of DangerAnzeigeTitel: Jacket Full Of Danger Erscheinungsjahr: 2006 Genre: Indie-Rock, Lo-Fi Bewertung: ![]()
Jacket Full of Danger ist das vierte Soloalbum des Indie Musikers Adam Green, welches im Jahr 2006 erschien. Das Album wird dem Indie-Rock zugeordnet, atmet aber doch eine erhebliche Prise an klassischem Folk mit Countryeinflüssen. Jacket Full Of Danger kam bei Fans und Kritikern gut an und verkaufte sich recht ordentlich. Inhaltlich kann Green, aus meiner Sicht, selten so richtig überzeugen. Eine der größten Schwächen sind die permanenten Anspielungen an andere Künstler. Das klingt eigentlich kaum innovativ, von einem modernen jungen Künstler hätte man da mehr erwartet. So steht auf dem Album immer mal wieder Van Morrison Pate - etwa auf Pay the Toll, Vultures oder Nat King Cole. Hollywood Bowl klingt dagegen wie ein schmalziger Aufwasch alter Roy Orbison Songs. Wenn Green Richtung Country tendiert, dann wirkt das auf Songs wie Party Line oder Hairy Women ganz nett - aber auch etwas belanglos. Auch Anleihen an die 1960er wie auf Novotel, Animal Dreams und Watching Old Movies wirken nicht ganz überzeugend. Interessant wird es z. B. dann, wenn die Songs abwechslungsreicher instrumentiert werden. Das ist z. B. auf Hey Dude oder C Birds der Fall. Einer der wenigen Indie-Rock Song des Albums ist White Women. Der Song klingt mit seinen Edwyn Collins Gitarrensounds nicht schlecht. Jacket Full Of Danger von Adam Green enttäuscht doch etwas. Wenn man überlegt, mit welchen Lorbeeren der Mann bedacht wird, dann muss ein solches Album enttäuschen. Keine Frage - Green besitzt Charisma und bringt das auch zum Ausdruck. Das klingt launig, er singt grummelig. Die Texte sind eindeutig und stellenweise obszön. Das passt zur Musik. Aber die Musik passt irgendwie nicht immer zu Indie/Lo-Fi oder Anti-Folk. Wenn man überlegt, dass Green aus der Anti-Folk Szene kommt, dann erinnert gerade er hier sehr an alte Acts aus Folk und Country. Irgendwie meint man, er würde nur alte Sachen neu aufwärmen und so klingt das Album wie ein Mix aus Glen Campbell, Roy Orbison, Van Morrison und Jim Morrison.
Rezensent: MP
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