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Albumbesprechung Grateful Dead - A Workingman's DeadAnzeigeTitel: Workingman's Dead Erscheinungsjahr: 1970 Genre: Westcoast, Country Bewertung: ![]()
Workingman's Dead ist ein Album der Band Grateful Dead, welches im Jahr 1970 erschien. Grateful Dead gilt als eine der wichtigsten Bands der amerikanischen Rockgeschichte. In den USA ist Grateful Dead Kult. Die Bandgeschichte wurde nachhaltig von Jerry Garcia geprägt, der die Musikkommune 1965 in San Francisco gründete. Diese Musikkommune hatte maßgeblichen Einfluss auf den San Francisco Rock und hatte natürlich auch in der Flower Power Zeit ein Wort mitzureden. Das vorliegende Album gilt als das wichtigste Album der Band und wird zu den Meilensteinen des Rock gezählt. Workingman's Dead erschien in einer relativ schwierigen Bandphase, weil es wegen diverser Drogenvergehen Probleme mit den Behörden gab. Außerdem hatte sich ihr Manager mit der Bandkasse aus dem Staub gemacht. Die Band ging ins Studio, um möglichst schnell eine neue Platte aufzunehmen. Das gelang dann auch, die Produktionszeit war mit ca. 10 Tagen sehr kurz. Als maßgeblichen musikalischen Einfluss auf den Bandsound nannte Jerry Garcia vor allem seine Freunde von Crosby, Stills, Nash & Young. Deren lockere und angenehme Art zu musizieren hatte es ihm angetan, und das hört man auch auf dem Album. Mit Uncle John's Band startet die Band dann auch unplugged in bester CSN&Y Tradtion. High Time ist ähnlich angelegt, hört sich aber eher wie eine Country-Ballade an. Der Countryfaktor wird auf Dire Wolf eindeutiger und legt gleich mit schöner Lapsteel los. Ähnlich gelagert ist der Cumberland Blues. Hier fehlt der Bluesfaktor, den der Titel vorgaukelt, praktisch komplett. Bluesiger wird die Band aber in Songs wie New Speedway Boogie, Black Peter und Easy Wind. Ebenfalls bluesig, jedoch mit einer gewissen Portion Funk angereichert ist der Song Casey Jones. Workingman's Dead gilt als Meilenstein der Rockgeschichte und als wichtiges Zeugnis der San Francisco Rockkultur. Workingman's Dead kommt für Grateful Dead Verhältnisse doch sehr leicht daher. Die Songs sind alle gut konsumierbar und stehen damit eigentlich in Kontrast zu dem, was Grateful Dead damals ausmachte. Die Band war vor allem für ihre lang ausufernden Jams bekannt, welche sie Live in unnachahmlicher Weise zu Gehör brachte. Das war Live nicht immer perfekt, aber doch immer sehr außergewöhnlich. So gesehen legte Grateful Dead mit Workingman's Dead eine Light-Variante ihrer Musik vor, welche leicht und locker mit einer vernehmlichen Crosby Stills Nash & Young Note daherkommt. Nach Meinung vieler Kritiker hat die Band damit ein Meisterwerk vorgelegt. Mir persönlich klingt das zu harmlos. Das ist alles gut anzuhören und schön gemacht, aber irgendwie nicht umwerfend.
Rezensent: MP |