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Albumbesprechung Peter Frampton - Frampton Comes AliveAnzeigeTitel: Frampton Comes Alive Erscheinungsjahr: 1976 Genre: AOR Bewertung: ![]()
Frampton Comes Alive war das insgesamt fünfte Solalbum von Peter Frampton. Das Live-Album erschien im Jahr 1976 und bedeutete den Durchbruch für Frampton als Solokünstler. Bis heute ist dieses Doppel-Live Album eines der bestverkauften Live-Alben in den USA. Dabei lief es anfangs weniger gut. Frampton erreichte mit Mühe und Not die Top 200 in den USA. Allerdings arbeitete sich das Album nach ein paar Monaten bis auf Rang 1 vor, wo es sich über zehn Wochen hielt. Heute muss man Frampton Comes Alive sicherlich zu den Meilensteinen der Rockmusik zählen. Peter Frampton ist Engländer. 1976 war der immer jugendlich aussehende Musiker schon ein gestandener Musiker. Immerhin war er zuvor Mitglied der Band The Herd sowie bis 1971 der Band Humble Pie. Danach versuchte er sich, recht erfolglos, als Solokünstler. 1976 folgte dann Frampton Comes Alive, welches damals als Doppel-LP erschien. Der Erfolg kam schon überraschend, denn eigentlich präsentierte er auf dem Album einige seiner erfolglosen älteren Solotitel und eine Coverversion. Irgendwie ist die ganze Sache bemerkenswert, denn nach diesem großen Erfolg ebbte das Interesse an Frampton schnell wieder ab. Schon das Nachfolgealbum In You wurde kein Kassenschlager mehr. Dass In You überhaupt in bestimmte Bereiche der Charts vordrang, führten Fachleute auf bestimmte Marketingtricks seitens Frampton zurück. Für Frampton ging danach als Solokünstler nur noch wenig. Man sah ihn später häufig als Begleitmusiker anderer Kollegen. Seinen späteren Soloalben blieb der große Erfolg verwehrt. Wie gesagt, handelt es sich bei Comes Alive um ein Live-Album mit älteren Songs von Frampton. Frampton ist ein guter Gitarrist und er kann ordentliche Songs schreiben. Auch die Band spielt richtig gut. Was bei Frampton immer fehlt, sind die Ecken und Kanten. Musikalisch liebäugelt Frampton immer mit dem Mainstream. Die Aufnahmen sind extrem glattpoliert, irgendwie fehlt der letzte Biss. Das ist aber auch ein grundsätzliches Problem, denn die Songs geben im Original einfach nicht mehr her. Immerhin darf man nicht vergessen, dass Frampton mit keinem der Vorgängeralben größere Erfolge feiern konnte. Was man Frampton aber zugute halten kann: er hat die Qualität der Originale auf dem Livealbum durchaus verbessert. Viel zum Erfolg trug die recht intensive Nutzung der Mouthtube bei. Frampton nutzte diesen Mix aus Sprache und Gitarrensounds gerne. Hier wertet er vor allem zwei Songs enorm damit auf. Da wäre zuerst einmal der Song Do You Feel Like We Do. Frampton dehnt den Song über 14 Minuten aus und liefert damit ohne Zweifel einen Liveklassiker der Rockmusik ab. Aber danach wird es schon etwas dünner. Show Me The Way plätschert sympathisch und angenehm vor sich hin, auch hier wertet Frampton mit den Mouthtube Effekten den Song nachhaltig auf. Baby I Love Your Way besitzt durchaus eine gute Liveatmosphäre, allerdings schrammt Frampton mit dem Song immer wieder hart an der Schnulze vorbei. Unverbindlichen Westcoast Sound verströmen Songs wie Something's Happening und der Doobie Wah. Wind Of Change ist eine schöne Akustiknummer, die Frampton schon ein paar Jahre vorher veröffentlicht hatte. I Wanna Go To The Sun klingt nach R&B, ruhiger und souliger wird es mit Lines On My Face. I'll Give You Money und Shine On bilden wieder eher flache Rocksongs. Den Abschluss bildet ein Cover von Jumpin' Jack Flash. Frampton covert den Song durchaus akzentuiert und interessant, aber die Stones und vor allem Johnny Winter haben vorgemacht, wie energetisch der Song live klingen kann. Frampton kann da nicht mithalten. Frampton Comes Alive zählt zu den Meilensteinen des Rock. Aufgrund des großen kommerziellen Erfolges muss man das so festhalten. Ob es zu den besten Live-Alben der Rockmusik gehört, darf aber schon bezweifelt werden. Frampton ist, wie erwähnt, ein guter Songwriter und ein guter Gitarrist. Sein Gesang klingt nett, aber doch auch etwas brav. Ähnliches gilt für die Songs auf diesem Album. Da fehlt oft der letzte Biss. Von daher wirkt das Album über weite Strecken eher unaufregend, sieht man mal von dem Outstanding Track Do you Feel Like We Do ab.
25th Anniversary Deluxe EditionDisc one
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