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CD Besprechung Chris Everett - A Place To Call Home

Interpret: Chris Everett

Titel: A Place To Call Home

Erscheinungsjahr: 2010

Genre: Singer Songwriter, Pop

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)
Rezension/Review

Chris Everett ist ein Musiker aus Ludwigsburg. Nach Infos der eigenen Website kam Chris schon früh zur Musik und genoss ab dem 15. Lebensjahr eine fundierte Ausbildung an der Gitarre. Er gab dann selbst Gitarrenunterricht und nahm an etlichen Kursen Teil. Dabei hat sich Everett mehr oder weniger auf die akustische Gitarre festgelegt. Er nennt als große Einflüsse Bob Dylan, John Denver, Simon & Garfunkel und James Taylor, aber ebenso modernere Vertreter des Singer-Songwriter Bereichs wie die Wallflowers oder Ryan Adams.

Was mir zur Rezension vorliegt ist eine Maxi-CD mit vier Songs. A Place To Call Home nennt Chris Everett die CD, sie wurde offiziell am 22.04.2010 veröffentlicht. Everett trat mit dem Song Lablue erstmals in Erscheinung. Die Veröffentlichung auf Youtube wurde sehr gut aufgenommen. Einer Umfrage zu Folge soll der Song Kultpotenzial besitzen. Dabei konnte man feststellen, dass vor allem Leute der Generation 30+ viel mit dem Song anfangen können bzw. viel dazu zu sagen hatten. Mit den eingangs genannten Vorbildern dürfte auch klar sein, dass Everett's Publikum schwerpunktmäßig aus erwachseneren Musikhörern bestehen dürfte.

Dennoch sollte man nicht davon ausgehen, irgendein etwas angestaubt wirkendes Album vorliegen zu haben. Schon mit dem ersten Track You're The One For Me zeigt Everett, dass seine Ausrichtung schon eher bei den modernen Vertretern des Genres zu sehen ist - den Jayhawks, Ryan Adams und auch den Wallflowers. Der Song ist perfekt produziert, schön instrumentiert und plätschert angenehm vor sich hin. Everett's Stimme fügt sich gut ein.

LaBlue ist eben jener Song, der bei Youtube so gut ankam. Stilistisch liegt der Song nahe am Opener, wobei LaBlue irgendwie akzentuierter wirkt. Wieder haben wir einen äußerst perfekt produzierten Song vorliegen, der sehr eingängig angelegt ist. Dennoch würde ich persönlich You're The One For Me höher bewerten, aber das ist Geschmackssache.

For A Moment To Live unterscheidet sich von den ersten beiden Songs, er ist aus meiner Sicht das Highlight des Albums. Bestimmendes Moment ist eine genretypische Pickinggitarre, unterlegt von streicherähnlichen Sounds. Dazu singt Everett hier im Duett mit Alexia. Ein stimmungsvoller und schöner Song, die Gesangsparts von Alexia gefallen mir äußerst gut.

Fragments legt wieder zu und hat damit wieder diese eher moderne Singer Songwriternote. Im Prinzip gilt hier ähnliches wie für die ersten beiden Songs - perfekt eingespielt, perfekt produziert, schön instrumentiert.

Fazit Chris Everetts Mini-CD A Place To Call Home ist gut gelungen. Everett ist, nach eigenen Aussagen, von klassischen und modernen Artisten des Singer Songwriter und Americana Genres beeinflusst. Das beweist er hier auch. Musikalisch hat das etwas von den klassischen Roots, aber mehr von den moderneren Vertretern des Genres. Die Produktion ist äußerst gut bis perfekt, auch die Songs sind ziemlich perfekt durchkonzipiert. Vielleicht ist das fast schon ein wenig zu perfekt, manchmal fehlt etwas Reibung. Ich fühle mich da komischerweise immer wieder etwas an Al Stewart erinnert. Aber letztendlich bin ich doch angenehm überrascht, immerhin handelt es sich um eine deutsche Produktion. Das ist angenehm konsumierbare und radiokompatible Musik, Everett dürfte wie eingangs erwähnt vor allem das erwachsenere Publikum ansprechen. Wer Musik irgendwo zwischen den Wallflowers und Al Stewart mag, der liegt hier aus meiner Sicht goldrichtig.

Trackliste

  1. You' re The One For Me 3:27
  2. LaBlue 4:02
  3. For A Moment To Live 4:35
  4. Fragments 3:55

Rezensent: MP

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