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CD Besprechung Europe - Last Look at EdenAnzeigeTitel: Last Look at Eden Erscheinungsjahr: 2009 Genre: Hard-Rock Bewertung: ![]()
Last Look at Eden ist das achte Studioalbum der Band Europe. Es erschien im Jahr 2009. Europe feierte im Jahr 1986 mit dem Song The Final Countdown einen Welthit. Der Song war sicherlich so etwas wie Fluch und Segen zugleich. Die Band war mit dem Song etwas gebrandmarkt und galt seither als Bombast Gruppe. Diese Art von Musik war bald nicht mehr so gefragt, weshalb sich die Umsätze der Band in der Folge auch in Grenzen hielten. Europe löste sich auf, hat sich aber vor ein paar Jahren um Sänger Joey Tempest und Gitarrist John Norum wieder neu formiert. Mit Last Look At Eden versucht die Band, nach eigenen Aussagen, eine Art musikalischen Neuanfang. Man wollte experimentieren, einerseits mit modernen Sounds, aber vor allem mit klassischen Hardrocksounds. Die Richtung stimmte in etwa. Zumindest im Heimatland Schweden schaffte die Band Rang 1 der Charts und es gab Gold für Last Look At Eden. In anderen Ländern hielt sich der Erfolg aber in Grenzen, wobei Rang 31 in Deutschland noch eine der besten Platzierungen war, besser lief es nur in der Schweiz mit Rang 29. Aber immerhin lief das Album damit besser als die direkten Vorgängeralben. Die Kritiken für das Album waren gut, die Abkehr vom Bombast hin zum klassischen Hard-Rock und die Anklänge an klassische Acts wie Led Zeppelin oder Deep Purple und Whitesnake wurden gelobt. Die Songs Mit der Einleitung Prelude glaubt man an eine Wiederauferstehung der alten Band. Mit den Streichern klingt das relativ bombastisch. Schon mit dem Titelsong Last Look At Eden springt die Band aber auf den Retrozug. Das klingt rhythmisch nach Led Zeppelin, allerdings ist die Instrumentierung moderner. Auch mit Gonna Get Ready klingt die Band klassisch, wobei man hier stark an Whitesnake erinnert wird - nicht zuletzt weil Tempest gesanglich stark an David Coverdale erinnert. Auch mit Catch The Plane bleibt die Band im Retrobereich hängen - hier erinnert der Song relativ stark an Deep Purple. Tempest überrascht hier mit einer gewissen Ähnlichkeit zu Ian Gillan. Zu so einem Album gehört natürlich nach wie vor eine Ballade, das muss so sein. Die liefert die Band mit New Love In Town auch ab. The Beast geht dann wieder gut ab. Das klingt wieder sehr klassisch, aus meiner Sicht wieder mit einigen Deep Purple Anteilen. Interessant sind die modernen Einwürfe, die an Indiebands erinnern. Stärker Led Zeppelin-lastig klingen dann Songs wie Mojito Girl und U Devil U, No Stone Unturned und Only Young Twice haben, nach meinem Empfinden, viel von moderneren Indie bis Crossoverbands, allerdings gibt es auch hier wieder starke Bezüge zum klassischen Hard-Rock. Run With The Angels erinnert mich wieder etwas an Whitesnake. Und mit In My Time legt die Band dann noch einmal eine Ballade nach. Die klingt dieses mal relativ bluesig und wieder liegt Tempest gesanglich nahe an David Coverdale. Europe hat mit den Ansagen zu dem Album Last Look At Eden auf keinen Fall gelogen. Denn die Band ging ganz klar zurück in der Zeitrechnung, hat aber auch moderne Einflüsse nicht verleugnet. Heraus kam ein Album mit einigen Led Zeppelin, Deep Purple und Whitesnake Zitaten gemixt mit modernen Sounds aus Indie-Rock bis Crossover. Das klingt nicht schlecht, ist andererseits aber auch nicht extrem innovativ. Vorwürfe kann man der Band aber nicht machen. Alle Musiker spielen auf einem gutem Niveau. Tempest überrascht mich persönlich mit einem äußerst vielseitigen Gesang, der immer wieder überraschend nach David Coverdale klingt. Wenn man das Ganze in den direkten Vergleich etwa mit The Final Countdown stellt, dann hat sich die Band gut entwickelt. Ein bodenständiges Album, das man gut anhören kann, das aber auch keine besonderen Highlights anbietet.
Rezensent: MP
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