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Albumbesprechung Brian Eno - Music For FilmsAnzeigeTitel: Music For Films Erscheinungsjahr: 1978 Genre: Ambient Bewertung: ![]()
Music For Films ist ein Album von Brian Eno. Das Material für Music For Films wurde zwischen 1975 und 1978 aufgenommen und erschien dann im Jahr 1978. Es zählt zu den Ambient Alben von Brian Eno, ursprünglich handelte es sich um Filmmusiken. Die Musik sollte ursprünglich im Jahr 1976 auf einer limitierten Edition als Promo-Album für Filmemacher herauskommen. Danach schrieb Eno aber noch ein paar Songs und veröffentlichte so dieses offizielle Eno-Album. Eno selbst definierte die Musik als "Musik für imaginäre Filme". Vom Album gab es verschiedene Releases - die Promo LP von 1976, die Original Ausgabe von 1978 und später noch eine Reissue. Mit dabei waren einige bekannte Musiker:
Wie gesagt, fließt das alles sehr ruhig dahin. Allerdings ist die Instrumentierung recht abwechslungsreich. Auf Aragon dominiert das E-Piano, From The Same Hill überrascht aber durch schräge Akustikgitarrensounds. Two Rapid Formations wird von schönen Bass- und Gitarrelinien bestimmt. Events In Dense Fog und There Is Nobody überzeugt mit schönen Sounds auf E-Piano bzw. Synthie. Patrolling Wire Borders bringt schöne Streichersounds, A Measured Room besitzt wieder schöne Bass- und Gitarrenparts. Dabei bringt Eno auf diesen Songs auch immer wieder schöne unterschiedliche Stimmungen hervor. Inland Sea verbreitet etwas fast geheimnisvolles. Auf Quartz zeichnet der Meister tolle Klanglandschaften. Strange Light und Final Sunset wirken fast schon meditativ. Sicherlich hat sich Eno auch immer irgendwie von den klassischen Deutschen Elektronikern beeinflussen lassen. So erinnert Alternative 3 an Cluster. Task Force erinnert an Kraftwerk ebenso wie M386, wobei der Song etwas schräger klingt. Insgesamt wird Music For Films oft schlechter bewertet als Music For Airports. Mir persönlich gefällt Music For Films besser. Das Album wirkt mit den kurzen Songs abwechslungsreicher und Eno produziert hier weniger Längen. Hier hat Eno beeindruckende kleine Meisterwerke abgeliefert, die wieder einmal seine Möglichkeiten als Klangmaler verdeutlichen. Was für den einen angenehm klingt, könnte aber für Fans des Genres auch etwas störend wirken. Die Songs sind manchmal zu kurz, als dass man sie richtig genießen könnte. Da Eno recht unterschiedlich klingende kurze Songs vorlegt, ist der Spaß oft schon vorbei, wenn man sich als Hörer gerade mal so richtig eingestimmt hat. Aber gerade aus dem Grund würde ich dieses Album Einsteigern in die Materie Eno/Ambient empfehlen, weil es einen guten Zugang zu der Art Musik bietet.
Rezensent: MP
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