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CD Kritik Dance, You're On Fire - Secret Chiefs

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Interpret: Dance, You're On Fire

Titel: Secret Chiefs

Erscheinungsjahr: 2011

Genre: Indie-Rock

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen
(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Secret Chiefs ist ein Album der Band Dance, You're On Fire. Das Album soll in Deutschland am 08.07.2011 veröffentlicht werden. Die Band (kurz DYOF) stammt aus Johannesburg, Südafrika, dort ist sie seit 2007 unterwegs und kann einige Erfolge vorweisen.

Nachdem DYOF zum Label Southern Pulse wechselte, ging es deutlich aufwärts. 2010 wurde die Debütsingle Blockade veröffentlicht, später folgte die erfolgreiche Single Little War und zuletzt der Song Boxes Of Tigers. Alle drei Songs sind auf diesem Debütalbum erscheinen. Durch das gute Airplay dürfte der Band in Südafrika ein guter Erfolg bescheiden sein, die Band schaffte es nach dem Release im Februar 2011 zumindest gleich in die Top 30 ihres Heimatlandes. Mal abwarten, wie es in anderen Ländern läuft. In Deutschland wird man den Song Boxes Of Tigers als Auskopplung für das Album promoten.

Das Album wird in folgendem Line-Up eingespielt: Adrian Erasmus - Guitar and Keys Paul van der Walt - Bass and Backing Vocals, Tom Manners - Vocals and Guitar Jethro Vlag - Drums

Die Songs:

Little War eröffnet das Album mit radiofreundlichen Indierock, also sehr zeitgemäß. Interessant sind allerdings auch die Reminiszenzen an Postpunk Sounds. Praktisch ohne nennenswerte Pause geht es in den zweiten Track Killing Time. Die Band nimmt etwas Druck heraus, bleibt aber stilistisch dem modernen Indie plus Postpunkanleihen treu. Boxes Of Tigers war die letzte Auskopplung der Band und er machte DYOF so richtig bekannt. Der Song hat wenige harte Indieanteile, ist dafür aber äußerst eingängig und stimmig konzipiert und dürfte jüngere Musikhörer sehr ansprechen. Blockade war die Debütsingle in Südafrika. Auch hier legt die Band einen schönen Indiepop vor, mit Anleihen etwa an Fall Out Boy - aber auch hier wieder mit Anleihen an Postpunkbands. Besonders im Strophenteil lassen Bands wie XTC grüßen.

Living spielt mit schweren Themen wie Depressionen bis hin zu Selbstmordgedanken. Das wird zwar stimmig umgesetzt, der Track gehört aber nicht den stärksten Songs des Albums. Infinity klingt wieder weniger nach Indie, der Song tendiert stärker zum Funpunk mit angezogener Handbremse. Auch hier könnte man gewisse Parallelen zu Fall Out Boy ziehen, aber eben auch zu Pop Punk aus den USA. Michelle behandelt das Thema Liebe, es geht um gescheiterte bzw. neue. Musikalisch nimmt die Band Druck heraus und legt eine Art Akustikballade vor. Die ist ordentlich umgesetzt, weist aber auch gewisse Längen auf. Explosions gibt wieder Gas und zeigt die Band in ihrem angestammten Revier zwischen Indie und Poppunk, mit allerlei interessanten Einfällen und wieder mit starken Tendenzen zu den ausgehenden 1970ern und 1980ern. Oceans of Ice überrascht dann mit starken Classic Rock Einflüssen und klingt so wie ein Mix aus hartem 1970er Rock und modernem Indierock.

Oh, Love gibt Aufschluss über mögliche Wurzeln der Band. Wer Panic! At The Disco kennt, der wird zweifellos bemerken, wie eng die Verwandtschaft zu den US-Amerikanern stellenweise ist. Secret Chiefs bildet den Titeltrack und Abschluss des Albums. Man könnte hier sagen, dass die Band alle Skills in den Song packt. Der Song beinhaltet so ziemlich alle Stärken der Band - Indie mit schrägen Anteilen, fetten Postpunk Basslines, The Edge Gitarrensounds und eingängigen Parts.

Dance, You're On Fire legen mit Secret Chiefs ein sehr gutes Debütalbum vor. Abgesehen vom etwas langen Bandnamen, der nach der Abkürzung DYOF geradezu bettelt, gibt es wenig zu bemängeln. DYOF musizieren irgendwo zwischen Indie- und Poppunk. Gewisse Vergleiche mit Fall Out Boy, Panic! At The Disco, aber auch mit Postpunkbands der Endsiebziger bzw. frühen 80er werden sich die Johannesburger gefallen lassen müssen. Die Band kann auch kein gleichbleibend hohes Niveau halten, manchmal geht der Band etwas die Luft aus. Aber das tut der guten Leistung keinen Abbruch. Secret Chiefs ist das gelungene Debütalbum der zur Zeit vielleicht besten Band aus Südafrika. Man darf gespannt sein, was da noch nachkommt.

Trackliste

  1. Little War 3:20
  2. Killing Time 3:37
  3. Boxes Of Tigers 3:32
  4. Blockade 3:14
  5. Living 3:19
  6. Infinity 3:00
  7. Michelle 3:37
  8. Explosions 4:01
  9. Ocean Of Ice 4:55
  10. Oh Love 3:22
  11. Secret Chiefs 5:20

Rezensent: MP