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Albumbesprechung Dream Theater - Awake

Interpret: Dream Theater

Titel: Awake

Erscheinungsjahr: 1994

Genre: Prog-Metal, Prog-Rock

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Awake war das dritte Studioalbum von Dream Theater. Das Album wurde im Jahr 1994 veröffentlicht. Die Band nahm das Album in der Besetzung Petrucci, Portnoy, Myung, Moore und LaBrie auf. Nach dem Album verließ Keyboarder Kevin Moore die Band überraschend. In der Grundkonzeption unterschied sich dieses Album etwas von den ersten beiden Alben. Awake klang düsterer, war insgesamt etwas härter aber auch komplexer konzipiert. Die Band kam aber auch damit ganz gut an, das Album konnte sich gut in den Charts positionieren und kam auch bei Kritikern größtenteils gut an.

Die Songs

Mit dem Opener "6:00" legt die Band einen Song vor, der damals ein kleiner Hit wurde. Moore prägt mit den fetten Keyboardsounds den Song, der immer wieder mit gelungenen progressiven und atmosphärischen Parts aufwartet. "Caught in a Web" legt etwas zu. Der Sound ist fetter und tiefer, was eine düstere und fast schon böse Stimmung erzeugt. "Innocence Faded" ist ein melodiöser Song, der vor allem von den atmosphärischen und ruhigen Parts lebt. Stellenweise erinnert mich der Song an Kansas, die Gitarrenlines von Petrucci klingen stark nach Steve Morse. "A Mind Beside Itself: I. Erotomania" ist Teil 1 der Songtrilogie. Auch hier bietet die Band wieder einen Querschnitt zwischen Heavy, Prog und schönen atmosphärischen Parts. Gut gelungen ist das melodiöse Gitarrensolo inclusive dem Genesis-mäßigen Einstieg in den Solopart. "A Mind Beside Itself: II. Voices" ist wieder abwechslungsreich gestaltet. Der Song beginnt heavy, mit einer düsteren Grundstimmung. Diese wird jedoch mit schönen Pianoparts und Akustikgitarrenparts aufgelockert/aufgehellt. Die Ballade "A Mind Beside Itself: III. The Silent Man" beendet die Songtrilogie stimmungsvoll.

"The Mirror" ist wieder ein harter Song. Das klingt relativ thrashig und düster, wird aber nach knapp 3:21 durch einen schönen Atmopart aufgelockert. "Lie" übernimmt im Prinzip die Grundhärte und Stimmung vom Vorgängersong. Ab 5:15 gibt Petrucci ein melodiöses Gitarrensolo als Kontrast zum Besten, das dann bis zum Ende hin dynamisch gesteigert wird. "Lifting Shadows Off a Dream" beginnt atmosphärisch und bleibt insgesamt ein eher getragener Song. "Scarred" beginnt mit schönen Bass- und Gitarrensounds. Über ein bluesiges Gitarrenlick und einen kurzen härteren Part erreicht die Band bald melodiöse Gewässer. Ab 7:12 folgt ein abgedrehter Part mit schönen Instrumentalbeiträgen. "Space-Dye Vest" ist eine schwermütige melancholische Piano-Ballade, die das Album unspektakulär beendet.

Fazit Mit Awake bewegte sich die Band weiter, vor allem legten Dream Theater an Härte zu und klangen gleichzeitig etwas dunkler und düsterer. Bisweilen wirkt dieses Album dann auch schwermütig und melancholisch. Musikalisch gibt es, wie gewohnt, wenig zu mäkeln. Die Songs sind gut gelungen, es gibt keine nennenswerten Aussetzer. Die Band zeigt sich in guter Spiellaune. Vor allem die Beiträge von Keyboarder Moore sollte man an dieser Stelle einmal hervorheben. Gitarrist Petrucci hält sich vergleichsweise zurück, dafür zeigt sich Bassist Myung auf dem Album vordergründiger. Awake ist vermutlich nicht das beste Dream Theater Album, da dem Album die ganz großen Highlights fehlen. Dafür überzeugt die Band mit einer sehr homogenen Performance.

Trackliste

  1. "6:00" 5:31
  2. Caught in a Web 5:28
  3. Innocence Faded 5:43
  4. A Mind Beside Itself: I. Erotomania 6:45
  5. A Mind Beside Itself: II. Voices 9:53
  6. A Mind Beside Itself: III. The Silent Man 3:48
  7. The Mirror 6:45
  8. Lie 6:34
  9. Lifting Shadows Off a Dream 6:05
  10. Scarred 11:00
  11. Space-Dye Vest 7:29

Rezensent: MP

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