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Albumbesprechung Doro - Fear No Evil

Interpret: Doro

Titel: Fear No Evil

Erscheinungsjahr: 2009

Genre: Heavy-Metal

 

 

Rezension/Review

Fear No Evil ist ein Studioalbum der deutschen Hard-Rock Sängerin Doro. Das Album erschien im Jahr 2009. Als Musiker sind neben Doro dabei: Nick Douglas(bass), Joe Taylor (guitar), Johnny Dee (Drums), Oliver Palotai und Luca Princiotta (Keyboards und Gitarre). Außerdem hat Doro einige Gastmusiker eingeladen, u. a. Tarja, Biff Byford von Saxon, die Band Girlschool und Angela Gossow von Arch Enemy. Stilistisch stellen sich bei Doro nur wenige Fragen, man kann in der Regel von Heavy Metal plus den genretypischen Balladen ausgehen. Das wird auch hier wieder geboten, klassischer Hard-Rock bis Heavy-Metal mit gewissen Anleihen im Hairmetal.

Die Songs

Mit "Night Of The Warlock" wird das Album etwas dramatisch eröffnet. Der Song geht in Ordnung, überrascht aber nicht. "Running From The Devil" stampft mit modern tiefergelegten Gitarren hart, aber ohne große Überraschungen. Auch "Celebrate" kommt in einem recht typischen Heavy-Gewand daher, allerdings groovt der Song mehr schlecht als recht. "Caught In A Battle" gibt mit Double-Bass Drums mehr Gas. Gerade diese Double Bass Einlagen wirken aber etwas überladen und hektisch, aufnahmetechnisch ist der Song nicht gut gelungen. Mit "Herzblut" gibt es dann wieder einmal eine deutsche Ballade von Doro, das kennt man vom Song Für Immer.

"On The Run" ist eine harte Mainstream Nummer, die aber etwas drucklos wirkt. "Walking With The Angels" ist dann noch eine genretypische Ballade, welche von Doro und Tarja gesungen wird. "I lay my head upon my sword" klingt wieder mehr gewollt als gekonnt und stellt eine unglückliche 2009er Version des deutschen Power-Metal dar. Irgendwie wirkt das ideenlos. "It kills me" beginnt mystisch und verbrämt. Auch hier wird aber nicht viel aus der ordentlichen Grundidee gemacht. "Long lost for love" ist der erste Song, der zumindest aufnahmetechnisch mehr hergibt. Der Song ist fett aufgenommen und klingt ganz ordentlich. "25 years" beginnt wieder sehr verspielt und mystisch. Leider wird aber auch hier aus der Grundidee nicht sehr viel gemacht, außerdem ist der Sound der Aufnahme wieder nur mäßig. "Wildfire" ist ein weiteres Beispiel für eine eher verunglückte Aufnahmetechnik, die Gesangslinien wirken blutleer. Mit der Bonusballade "You Won My Love" kann Doro, im Vergleich zu den anderen Songs, durchaus punkten. Auch wenn der Song nicht überragend ist, so stellt er doch ein Highlight des Albums dar.

Fazit Ich schätze die Künstlerin und Person Doro sehr. Aber dieses Album ist stellenweise eine absolute Zumutung. Über die Qualität von Musik an sich kann man immer trefflich streiten. Was ich aber überhaupt nicht verstehen kann: die Produktion des Albums ist eine echte Katastrophe. Heute bringt jeder Hobbymusiker mit einem Mehrspurrekorder auf dem PC mehr zusammen. Und die Songs sind leider nicht gut genug, als dass man über dieses Manko hinwegsehen könnte.

Trackliste

  1. The night of the warlock 5:43
  2. Running from the devil 3:35
  3. Celebrate 4:52
  4. Caught in a battle 3:07
  5. Herzblut 4:39
  6. On the run 4:39
  7. Walking with the angels 4:59
  8. I lay my head upon my sword 3:52
  9. It kills me 4:28
  10. Long lost for love 3:27
  11. 25 years 4:46
  12. Limited edition Bonus Tracks
  13. Wildfire 4:15
  14. You won my love 4.13

Rezensent: MP

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