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Review Dialeto - The Last Tribe

Interpret: Dialeto

Titel: The Last Tribe

Erscheinungsjahr: 2013

Genre: Instrumental, Alternative-Rock, Prog-Rock

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

The Last Tribe ist der Titel eines Albums der Band Dialeto. Das Album erschien am 18. Juni 2013 bei Moonjune Records.

Leonardo Pavkovic von Moonjune kümmert sich vor allem um Künstler und Bands, welche sich musikalisch abseits des Mainstream im Bereich Prog, Jazz Fusion bis Avantgarde bewegen.

Auch Dialeto bedienen als Instrumentalband nicht den Mainstream, innerhalb des Moonjune Katalogs würde ich die Band aber als vergleichsweise leicht konsumierbar bezeichnen. Die Band stammt aus Brasilien, ein bekannt gutes Pflaster für harte Bands. Gitarrist Nelson Coelho, Bassist Jorge Pescara und Drummer Miguel Angel spielen zwar mit einer gewissen Grundhärte, sie orientieren sich aber weniger an bekannten brasilianischen Bands wie Sepultura. Die Band bietet eher einen Crossover aus klassischem Prog und modernem härteren Alternative-/Indie-Rock.

Das klingt insgesamt sehr unterhaltsam und kurzweilig. "Windmaster" weist mit der Mixtur aus Space-Rock, Prog und hartem Rock den Weg. "Dorian Grey" rockt mit einer Psychedelic Note irgendwo zwischen Alternative und Prog. Ähnlich klingt "Unimpossible" nach einem eher verhaltenen Beginn ab ca. 2:22.

"The Last Tribe" ist ein kurzer Song mit weltmusikalischer Note. "Lydia in the Playground" ist ein verspielter lyrischer Song, der aber immer wieder mit etwas schrägen Parts überrascht. "Tarde Demais" erinnert mich an Soundspielereien, die man in der guten Krautphase serviert bekam.

"Vintitreis" hat etwas von einem vertrackten Jazz-Rock. "Whereisit" rockt schwer und aggressiv. Das erinnert mich an groovigen Alternative Rock mit einer Prise Funk. "Sand Horses" rockt, wie der Vorgänger, aggressiver, aber mit gut vernehmbaren Elementen aus Prog bis Avantgarde. Dieser Trend wird auf dem abschließenden "Chromaterius" mit Anspielungen an klassische King Crimson Sounds verstärkt.

Fazit Dialeto präsentieren eine interessante Version instrumentalen Rocks. Die Band bewegt sich schwerpunktmäßig zwischen härterem Alternative, Prog und Psychedelic. Bassist und Touchgitarrist Jorge Pescara legt zusammen mit dem Drummer ein solides Fundament, das von Gitarrist Coelho durch interessante Voicings und Ideen ergänzt wird. Coelho spielt zwar nicht in der allerhöchsten Technik-Liga, aber gerade das wirkt sich hier durchaus wohltuend aus. So konzentriert sich die Band auf den Song an sich und präsentiert unterhaltsame und kurzweilige Instrumentalmusik. Manche Passagen kommen einem möglicherweise bekannt vor und Dialeto halten nicht an übermäßig komplexen Mustern fest. Aber ihr Gebräu wirkt gleichzeitig nie banal und könnte damit dem geneigten Rockfan ebenso munden wie dem Progfan.

Trackliste

  1. Windmaster (6:26)
  2. Dorian Grey (4:27)
  3. The Last Tribe (1:56)
  4. Lydia in the Playground (5:20)
  5. Unimpossible (7:47)
  6. Tarde Demais (3:40)
  7. Vintitreis (4:19)
  8. Whereisit (5:11)
  9. Sand Horses (4:07)
  10. Chromaterius (3:42)

Anmerkung: Das Album gibt es auch als Download direkt bei Leonardo Pavkovics Moonjune

Rezensent: MP

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