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Albumbesprechung Deep Purple - StormbringerAnzeigeTitel: Stormbringer Erscheinungsjahr: 1974 Genre: Rock, Blues-Rock Bewertung: ![]()
Stormbringer war das neunte Studioalbum von Deep Purple. Das Album erschien im Jahr 1974, kurz nach dem Album Burn. Stormbringer war ein Produkt der so genannten Mark III Besetzung mit David Coverdale, Ritchie Blackmore, Glenn Hughes, Jon Lord und Ian Paice. Musikalisch ging es zu der Zeit mit der Band nicht gerade aufwärts. Eigentlich setzte die Band nur das Konzept von Burn fort und entfernte sich mehr und mehr vom härteren Rock früherer Tage. Dafür gab es mehr Funk, Blues und Soul. Ritchie Blackmore kam mit diesem neuen Kurs nicht zurecht. Er verließ die Band kurz nach Release des Albums. Der Albumtitel bezog sich auf die Arbeit von Michael Moorcock. In dessen Novellen ist Stormbringer ein magisches Schwert, welches die Seelen derer aufnimmt, die es tötet. Trotz aller Hingabe und dieser hinter dem Album stehenden Geschichte, konnte die Band weder Fans noch Kritiker überzeugen. Das Album gehört zu den weniger beachteten Alben von Deep Purple. Dabei beginnt es mit dem Titelsong Stormbringer durchaus verheißungsvoll. Der Song wird von einen recht typischen Hard-Rock Riff bestimmt. Der Songaufbau wirkt stimmig, allerdings wirkt der Keyboardsound ungewöhnlich und etwas störend. Love Don't Mean a Thing macht da weiter, wo Burn an vielen Punkten endete. Die Band bietet einen eingängigen Song mit bluesigen und funky Parts - aber auch ohne Höhen und Tiefen. Holy Man ist wiederum keine typische Purple Nummer. Der Song, der von Hughes gut gesungen wird, wurzelt eher im harten US-Rock der Siebziger Jahre. Hold On macht wieder in Burn Tradition weiter. Der Song klingt funky und bluesig, besitzt aber auch eine gute Portion Soul. Lady Double Dealer wird von einem Blackmore Riff angetrieben und bildet, nach Stormbringer, den zweiten rockigen Song des Albums. Aber auch hier kann das Riff nicht an alte Zeiten anknüpfen. You Can't Do It Right wird von einem funky Gitarrenriff eröffnet. Der Song zeigt, dass Blackmore auch Funk spielen kann und Hughes ein guter Sänger ist. Klassische Purple Fans dürften aber auch hier eher enttäuscht werden. High Ball Shooter rockt groovig. Die Gesangsparts von Hughes erinnern etwas an Jack Bruce. Genauso wie der folgende Song The Gypsy wirkt das nicht schlecht, aber auch nicht überzeugend. Leider plätschert auch die Ballade Soldier of Fortune zum Abschluss etwas spannungsarm dahin. Aber darüber kann man geteilter Meinung sein, denn gerade der Song wurde allgemein sehr gut bewertet. Mit den Werken im Anschluss an die grandiose Mark II Phase tut man sich allgemein schwer. Irgendwie änderte sich der Sound der Band sehr, nachdem Hughes und Coverdale zur Band stießen. Beide brachten eine größere stilistische Vielfalt ein. Harte Sounds wurden mehr und mehr zugunsten von Blues, Funk und Soul zurückgefahren. Musikalisch wurde die Band dabei eigentlich nicht schlechter, aber sie klang einfach nicht mehr nach den klassischen Deep Purple. Coverdale und Hughes sind keine schlechten Sänger, aber Coverdale wirkt hier nicht immer sehr überzeugend. Im Gegensatz dazu muss man die Beiträge von Hughes aber positiv hervorheben. Der zeigt erneut sein Talent als Sänger. Lord, Paice und Blackmore können sich selten nachhaltig in Szene setzen. Besonders die Gitarrenparts von Blackmore wirken kaum mehr als zweckdienlich, das wirkt irgendwie lustlos. Stormbringer ist, aus meiner Sicht, eines der schwächsten Alben von Deep Purple zwischen 1970 bis 1976. Auch wenn sich die Band stilistisch breit aufgestellt zeigt, so plätschert das Album doch etwas höhepunktlos vor sich hin.
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