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| Startseite » Rezensionen von A - Z » Cryptex - Good morning, how did you live? | ||
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AnzeigeAlbumbesprechung Cryptex - Good morning, how did you live?Interpret: CryptexTitel: Good morning, how did you live? Erscheinungsjahr: 2011 Genre: Retro-Prog, Alternative Bewertung: ![]()
Good morning, how did you live? ist das Debütalbum der deutschen Band Cryptex. Der geplante Veröffentlichungstermin ist 25.03.2011. Cryptex kommen aus Salzgitter, stilistisch wird die Band den Bereichen Alternative-Rock bis Prog zugeordnet. Interessant sind Aussagen der Band im Rahmen eines Interviews. Demnach werden als Lieblingsbands z. B. The Beatles, Sixteen Horsepower, Prince, Queen, Pink Floyd, Genesis, A perfect circle und Radiohead genannt. Als legendäre Alben nannte die Band u. a. Genesis - The lamb lies down on broadway und die Beatlesalben Abbey Road und das White Album. Ohne in musiktheoretischen Betrachtungen zu erstarren, würde ich das Debütalbum von Cryptex als einen Mix aus Retro-Prog, eingängigem Rock und Pop und Anleihen am Alternative Rock bezeichnen wollen. Die Band liefert Songs ab, die man einerseits sehr gut konsumieren kann, die andererseits aber auch einen gewissen Anspruch befriedigen. Diese Mischung aus klassischem Prog und eingängigen Melodien und Motiven kann man ganz gut auf Songs wie Hicksville, Habitus And Itchy Feet, Dance Of The Strange Folk und Freeride nachvollziehen. Alternative Sounds streut die Band z. B. auf den Songs Leviathan, Most Lovable Monster und Gypsy's Lullaby ein. Jeder Song überzeugt dabei mit interessanten Ideen. So überrascht die Band auf Gypsy's Lullaby mit Didgeridoo Sounds und Vokalharmonien, die auch auf ein Crosby, Stills Nash & Young Album gepasst hätten. Bagheera wird von Fleigs Drums ordentlich angetrieben. Auch wenn Rush nicht im Interview genannt wurden, so erinnert die Band hier an die Kanadier. Dies wird durch die stimmliche Nähe Simon Moskons an Geddy Lee verstärkt. Balladesker wird es auf Songs wie Itīs Mine, Mom und Alois. Auch hier überzeugt die Band mit einem Mix aus interessanten Motiven und eingängigen Melodien. Alle Songs sind vergleichsweise kurz gehalten, was in dem Genre nicht gerade typisch ist. Von daher könnte man A Colour Called Gently als Kernsong des Albums bezeichnen. Der Song läuft über 11 Minuten und ist, nicht nur deshalb, der komplexeste Song des Albums. Die Band wirft hier alle Elemente in einen Song - Tribal-Sounds, Krautrock, Weltmusiktouch, harte Alternative Sounds und natürlich Progsounds. Obwohl Cryptex auf ihrem Debütalbum einen breiten Mix aus Pop, Rock, Folk, Prog und Alternative vorlegen, wirkt das Album schlüssig und stimmig. Cryptex spielen vergleichsweise kurze Songs ein, was in dem Genre eher untypisch ist. Eine Ausnahme macht der Song A Colour Called Gently, der über 11 Minuten läuft. Mit den größtenteils kurzen Songs wird die musikalische Grundausrichtung am klarsten definiert - Cryptex bieten einem Mix aus komplexen und eingängigen Parts, dazu passen die kurzen Songs. Das funktioniert sogar, gelinde gesagt, klasse. Eine derartige Mischung habe ich bislang selten gehört, schon gar nicht aus Deutschen Landen. Auch international muss sich die Band nicht verstecken. Wenn es fair zugeht, dann müsste Cryptex einer erfolgreichen musikalischen Zukunft entgegensehen. Wer abwechslungsreiche Rockmusik mag, der sollte das Album unbedingt hören.
Rezensent: MP |