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CD-Kritik Sheryl Crow - Tuesday Night Music ClubAnzeigeTitel: Tuesday Night Music Club Erscheinungsjahr: 1993 Genre: Singer Songwriter, Rock, Pop Bewertung: ![]()
Tuesday Night Music Club ist das Debütalbum von Sheryl Crow. Das Album erschien im Jahr 1993 und bedeutete den Durchbruch für Sheryl. Während die ersten beiden Singles noch nicht ganz so gut liefen, schaffte es der Song All I Wanna Do praktisch weltweit in die Charts. Das Album verkauft sich danach wie geschnitten Brot, bis 2008 gingen angeblich über 8 Millionen Exemplare über die Theken. Der Albumtitel bezieht sich auf die Musiker, die sich ursprünglich als Tuesday Night Music Club jeden Dienstag trafen, um das Album aufzunehmen. Alle Musiker waren mehr oder weniger am Songwriting beteiligt. Es ist aber davon auszugehen, dass Sheryl den Prozess maßgeblich bestimmte, auch wenn Bill Bottrell für sich in Anspruch nahm, den Sound der Platte maßgeblich bestimmt zu haben. Egal, Sheryl konnte sich mit dem Album an die Spitze der US-Singer Songwriter spielen. Die Songs: Run, Baby, Run beginnt balladesk und stellenweise mit einem leichtem Gospeleinschlag. Leaving Las Vegas ist eine ganz nette Nummer, die jedoch durch die damals unvermeidlichen synthetischen Drums etwas an Wert verliert. Strong Enough geht stark Richtung klassischer Folk, vor allem wegen der nahezu kompletten akustischen Auslegung. Can't Cry Anymore beginnt mit einem klassischen E-Gitarrenriff, das an Bruce Springsteen und dessen Anleihen an die 1950er erinnert. Solidify überrascht dann etwas. Dieser treibende funky Song sorgt für eine nette Abwechslung. The Na-Na Song klingt recht interessant. Der Song rumpelt fast schon grobschlächtig daher und erinnert ein wenig an I Am The Walrus. No One Said It Would Be Easy wirkt fast schon etwas schwermütig. Die melancholische Ballade klingt aber sehr stimmig. What I Can Do For You besitzt vom Drive eine gewisse Ähnlichkeit zu All I Wanna Do, verliert aber durch die teils synthetischen Drums wieder etwas an Spritzigkeit. All I Wanna Do war ein Riesenhit, der Song lief weltweit rauf und runter. We Do What We Can besitzt fast schon einen barjazzigen Einschlag. Wieder ein eher nachdenklicher und sehr getragener Song. Das angenehm intime Trompetenspiel steht dabei in scharfem Kontrast zu den klinischen Sounds des Songs. I Shall Believe beendet das Album ruhig, balladesk und nachdenklich. Ein schöner und durchaus stimmiger Abschluss, wenngleich der Song zum Ende unnötig gezogen wird. Sheryl Crow hat mit diesem Album den Durchbruch durchaus verdient. Im Großen und Ganzen legt sie ein stimmiges US-Singer Songwriter Album vor. Stilistisch streift sie so ziemlich alles, was in dem Genre typischerweise dargeboten wird - Folk, Blues, Country und leicht jazziges Material. Das wirkt alles in sich stimmig.
Rezensent: MP Ins Album reinhören:
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