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Albumbesprechung Crosby, Stills, Nash & Young - Déjà VuAnzeigeTitel: Déjà Vu Erscheinungsjahr: 1970 Genre: Folk-Rock, Rock Bewertung: ![]()
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Déjà Vu ist eigentlich das erste Album der US-Band Crosby, Stills, Nash & Young, weil es das erste Album mit Neil Young ist. In der Diskographie von Crosby, Stills und Nash ist es das zweite Album. Déjà Vu erschien im Jahr 1970 und wurde ein überragender Erfolg. Das Album erhielt in den USA 7-fach Platin für mehr als 7 Mio. verkaufter Exemplare. In den USA stieg das Album auf Rang 1 der Charts, im UK auf Rang 5. Außerdem warf das Album mit den Songs Teach Your Children, Our House und Woodstock drei Top 40 Hits ab, wobei Woodstock mit Rang 11 die beste Platzierung erreichte. Die Kritiken waren zwar gemischt, aber das Album wird heute als Meilenstein der Rockmusik bezeichnet. Interessanterweise hatten alle vier Musiker in der Zeit einen extrem guten Lauf. Im Sog von Déjà Vu wurden auch alle zeitnah erschienen Soloalben große Erfolge (David Crosbys If I Could Only Remember My Name, Stephen Stills selbstbetiteltes Album, Graham Nashs Songs for Beginners und Neil Youngs After The Gold Rush). Déjà Vu wird von einem der bekannteren Songs von CSNY eröffnet, Carry On. Der Stills-Song besitzt einen guten Drive und überrascht, neben den stiltypischen Elementen, mit leicht psychedelischen Parts. Weiter geht es im Programm mit Teach Your Children. Der Song von Graham Nash unterscheidet sich mit seiner Country-Note deutlich vom Vorgängersong. Almost Cut My Hair stammt von Crosby und bildet ein weiteres Kontrastprogramm. Musikalisch bewegt sich Crosby hier eher im Bay Area Psychedelic Bereich. Mit dem nächsten Song Helpless schreibt sich dann Neil Young als Songwriter ein. Der Song ist balladesk und folkig angelegt, mit leichten Country Anteilen. Über allem schwebt der nasale und klagende Gesang von Young. Mit dem Song Woodstock legt die Band dann eine Coverversion des bekannten Joni Mitchell Songs vor. Der Song wirkt relativ rockig und erreichte damals die beste Position in den Singlecharts. Der Titelsong Déjà Vu stammt von David Crosby und beginnt mit einem scatähnlichem Gesang. Insgesamt handelt es sich, aus meiner Sicht, um einen der komplexesten Songs des Albums. Our House stammt von Graham Nash, der hier seine britischen Wurzeln nicht verleugnen kann. Der Song klingt sehr eingängig und erinnert an die Beatles. 4+20 von Stephen Stills ist ein schöner und stiltypischer Song, wie man ihn aus dem Bereich Folk- bis Protestsong kennt. Es handelt sich um ein reines Solowerk von Stills, die Pickinggitarre dazu klingt traumhaft schön. Country Girl ist ein weiterer Beitrag von Neil Young. Der Song ist recht interessant aufgebaut und vergleichsweise opulent instrumentiert. Everybody I Love You ist ein Gemeinschaftswerk von Stills und Young. Der Song rockt schön, dazu gibt es viel der typischen Vokalharmonien der Band. Déjà Vu ist ein bemerkenswertes Album. Obwohl sich die Musiker eigentlich alle mit eigenen Songs einbrachten, klingt das Album in sich geschlossen. Ein gewisses Erkennungszeichen, welches fast durchgängig vernehmbar ist, sind die formidablen Vokal-Harmonien der Band. Trotz der erwähnten Geschlossenheit kann man die Handschrift der Musiker in der Regel gut heraushören. Graham Nashs Songs wirken eher eingängig, dafür klingt das Material von Crosby etwas komplexer. Neil Young ergänzte die Band mit seinen wehleidigen Beiträgen gut. Stephen Stills steuert mit Carry On und 4+20, nach meiner Ansicht, die besten Songs bei.
Rezensent: MP |