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CD Besprechung Alex Conti - Retrospective 1974 - 2010AnzeigeTitel: Retrospective 1974 - 2010 Erscheinungsjahr: 2011 Genre: Rock Bewertung: ![]()
Retrospective 1974 - 2010 ist ein Album des deutschen Gitarristen Alex Conti, das geplante Veröffentlichungsdatum dieser Compilation ist der 28.10.2011. Conti gehört zu den wichtigen Rockgitarristen in Deutschland, bekannt wurde er vor allem als Mitglied der Bands Atlantis und Lake. Zuletzt überraschte Conti mit dem Instrumental-Album Shetar, welches nach Meinung vieler Fans nicht unbedingt den typischen Conti präsentierte. Conti steht vor allem für handgemachte Rockmusik mit einer gewaltigen Prise Blues. Davon will diese Retrospektive einen Eindruck geben, wobei man hier den Zeitraum von 1974 bis 2010 abdeckt. Es fehlt die Pre-Frumpy Phase, als Conti z. B. bei Curly Curve Gitarre spielte. CD 1 im ÜberblickBegonnen wird mit vier Atlantis-Songs und damit der ersten wichtigen Station Contis. "Ooh Baby" und "Rock Me Baby" kann man dabei zu den bekanntesten Songs dieser Phase zählen. Das kurze Engagement bei Rudolf Rock & den Schockern wird mit dem bekannten Rockabilly Song "Teddybär" gewürdigt. Die vier Lake Tracks stammen aus der kommerziell wahrscheinlich erfolgreichsten Phase Contis. Man hat sich hier für vier Live-Tracks entschieden, die trotz der nicht perfekten Aufnahmequalität ihren eigenen Reiz haben. Lake hörte man selten so rockig, auf den Tracks kann sich Conti blendend in Szene setzen. Die Liveversionen machen klar, warum Lynyrd Skynyrd an einer Verpflichtung Contis interessiert waren. Etwas unbekannter sind die Tracks von Salt III. Auch diese drei Livetracks bilden aufnahmetechnisch keine Highlights, dafür lassen die drei Covers musikalisch kaum etwas zu wünschen übrig. Den Allman Song "Dreams I'll Never See" haben ich selten besser gehört. Das Hendrix Cover "Fire" brennt im wahrsten Sinn des Wortes und der Elmore James Song "Talk To Me, Baby" shuffelt schön. Den Abschluss auf CD 1 bilden vier Tracks von Contis erstem Studioalbum "Conti". Hier musiziert Conti angenehm gitarrenlastig in bester Westcoast Tradition. CD 2 im ÜberblickCD2 wird mit drei Tracks des zweiten Conti-Soloalbums "Continued" eröffnet. Musikalisch bleibt er im Prinzip der Marschrichtung des Debütalbums treu, allerdings wirken die Songs grooviger und erfahren die eine oder andere Reminiszenz an klassische 80s Sounds. Vier Songs gibt es von der Hamburger Band Elephant zu hören. Die Band genoss in Hamburg einen exzellenten Ruf und stand in Deutschland vor dem Durchbruch. Die Elephant Songs wurden Live mitgeschnitten, wobei auch hier die Aufnahmequalität nicht optimal ist. Das hart rockende Kapitel Rosebud wird mit vier Songs abgehakt. Conti hat es hier ordentlich krachen lassen. Es folgen drei Songs vom Soloalbum "Electric Ballroom". Sehr angenehm klingt dabei "Wanna Be Your Mate" mit klassischen Byrds-Sounds. CD 2 wird unter Volldampf abgeschlossen. Die Rockship Songs dampfen aus jeder Rille. Conti spielt eine amtliche tiefergelegte Hard-Rock Gitarre und Inga Rumpf singt, als hätte sie niemals anderes als Hard-Rock gesungen. Da müssen sich andere Hard-Rock Shouterinnen strecken, um die Qualität zu erreichen. CD 3 im ÜberblickCD 3 wird mit einem wuchtigen Kracher von Rockship eröffnet. Danach gibt es drei Songs der Hamburg Blues Band. Bei der Hamburg Blues Band war Conti immerhin 15 Jahre. Mit den vorzüglichen Livetakes wird dem ausreichend Rechnung getragen, zumal Woza N Azu über 18 Minuten läuft. Die Zusammenarbeit Conti/Diez/Hodgkinson als Berlin Blues ist mit einem Song verewigt, ebenso die Arbeit mit Richie Arndt für das Rorymania Projekt. Auch vom letzten Album Shetar gibt es einen Track. Dafür gibt es drei Songs vom interessanten Beatnik Kaleidoscopia Projekt. "Kaleidoscopia" präsentierte einen schönen Mix aus Jazz-Fusion/Weltmusik und sphärischem Pink Floyd Rock. Conti und El Vagabundo (Carsten Göke) steuerten hier gelungene Gitarrenparts mit reichlich David Gilmour Feeling bei.
CD 1
CD 2
CD 3
Rezensent: MP
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