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Die Vibrators gehören/gehörten zu den wichtigsten Punkbands aus England. Sie werden allgemein zu den ersten Punkbands überhaupt gezählt. Dazu werden die Vibrators gerne als die kreativste Band des Punk gezählt. Über solche Dinge kann man unterschiedlicher Meinung sein.

Tatsache ist, dass die Vibrators schon 1976 in London gegründet wurden und damit sicher zu den ersten Punkbands gezählt werden müssen. Die Band bestand damals aus Sänger und Gitarrist Ian "Knox" Carnochan, Gitarrist John Ellis, Bassist Pat Collier und Drummer John "Eddie" Edwards. Alle vier waren zu dem Zeitpunkt schon gestandene Musiker. Zumindest Sänger Knox war damals um die Dreißig. Sie hatten alle schon musikalisch etwas auf dem Buckel, was man den Produktionen dann auch anhörte. Die Vibrators waren laut Meinung der Musikkritiker professioneller und besser als andere Punkbands. Die Vibrators mischten gekonnt rüden Punk, Heavy Anteile, Rock'n'Roll und Pogo. Heraus kam eine gute Mischung an Punk, die jedoch anfangs nur für zwei Alben hielt. Viele hielten die Band für die neuen Rolling Stones, was sicherlich übertrieben ist. Aber immerhin hört man durchaus auch Stones-mäßiges auf dem Debütalbum der Band. Und dazu spielte die Band auch oft mit Hard-Rock und Heavy-Anleihen.

Das Debütalbum erschien 1977 und hieß Pure Mania. Das Album war erstaunlich abwechslungsreich und zeigte die Fähigkeit der Band, Punk und traditionellen Rock miteinander zu verbinden. Es konnte bis in die Top 30 der Charts vorstoßen. Das zweite Album V 2 erschien 1978 und wurde in Berlin produziert. Das hörte man dem Album deutlich an. Es war weniger Punk als vielmehr eine Art Indie-/New Wave. Das Album kam bei den Fans nicht mehr ganz so gut an. Nach dem Album gingen Collier und Ellis. Das Personalkarussell begann sich zu drehen, aber schon im Oktober 1978 wurden die Vibrators praktisch aufgelöst. Knox versuchte sich als Solokünstler, konnte sich aber nie so richtig durchsetzen.

1982 beschloss Knox, die Urformation wieder zusammen zu bringen. Das gelang ihm auch. Im Jahr 1983 kam das Album Guilty heraus. Das Album kam bei der Kritik gut an, musikalisch bewegte sich die Band zwischen Punk und melodischen Songs. 1984 kam das Album Alaska 127 heraus, auf dem die Vibrators wieder mit einem guten Pfund Rock'n'Roll glänzen konnten. Mit dem nächsten Album Fifth Amendment jedoch enttäuschten die Vibrators erstmals. Zu viele Balladen verunsicherten die treuen Fans der Band. Es folgte ein Live Album, nach dessen Erscheinen Ellis und Collier wieder ausstiegen.

Anschließend hörte man nicht mehr sehr viel von den Vibrators. Im Jahr 1988 gab es dann zwei neue Alben, die jedoch insgesamt beim Publikum und bei der Kritik durchfielen. Besser waren die nächsten Alben Vicious Circle und Volume 10. Die Band hatte aber ihren Zenit schon lange überschritten und konnte eigentlich nur noch ganz treue Fans bedienen. Seit 1990 erschienen nur noch sehr unregelmäßig Alben der Band.

Insgesamt ließen sich die Vibrators aber nicht klein kriegen. Die Band tourte seit den 1990ern immer wieder. Von der Originalbesetzung sind, nach meinem Kenntnisstand, noch Sänger Knox und Drummer Eddie dabei, die beide eigentlich immer den Kern der Truppe bildeten.

 

    Diskographie Vibrators:
  • 1977 Pure Mania
  • 1978 V2
  • 1982 Guilty
  • 1984 Alaska 127
  • 1985 Fifth Amendment
  • 1986 Live
  • 1988 Recharged
  • 1988 Meltdown
  • 1989 Vicious Circle
  • 1990 Volume 10
  • 1994 Hunting for You
  • 1996 Unpunked
  • 1997 French Lessons with Correction
  • 1999 Rip up the City - Live
  • 1999 Buzzin
  • 2000 Noise Boys
  • 2001 Live at the Nashville '77
  • 2002 Live at CBGBs
  • 2002 Energize
  • 2004 Live Energized GBGB's
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