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Info und Diskographie Radiohead

Radiohead stilistisch zu beschreiben, ist etwas schwierig. Im Prinzip handelt es sich um eine Alternative-Rockband. Allerdings hat die Band im Lauf ihrer Karriere ihren Stil doch mehr oder weniger stark verändert. Die Band kommt aus England und besteht seit etwa 1986. Als offizielles Gründungsdatum wird oft das Jahr 1991 angegeben. Da hat sich die Band in Oxford unter dem Namen Radiohead formiert. Radiohead wurde damit in einer Zeit aktiv, in der Britpop Bands wie Oasis, Blur oder Suede den englischen Markt bestimmten. Hauptsonglieferant der Band ist Thom E. Yorke. Er kam über den Punk zu einem sehr individuellen Gitarrenrock. Mit Ed O'Brien, Phil Selway und den Brüdern Greenwood rief er das Projekt On A Friday ins Leben. Die Band erspielte sich in Oxford einen guten Ruf und fiel dem Melody Maker auf. Man legte sich darauf hin nach einem Talking Heads Song den Namen Radiohead zu. Die Band machte einen relativ rauen Gitarrenrock mit immerhin drei Gitarristen an Bord. Schon 1991 gab es einen Plattendeal, 1992 erschien die erste EP. Dann erschien 1993 das Debütalbum Pablo Honey. Das Album zeigte schon das Potential der Band. Radiohead präsentierte einen experimentierfreudigen Britpop mit leichten Grunge Einflüssen. Im Sog des exzellenten Songs Creep schaffte es das Album in die Charts in England und den USA. Noch im selben Jahr gab es Platin für das Album.

1994 erschien eine EP und im Jahr 1995 das Album The Bends. The Bends schaffte es in England wieder in die Top 10, konnte aber in den USA nur knapp in die Top 50 einziehen. Die Band war insgesamt unzufrieden mit ihrer eigenen Arbeitsweise. Radiohead veränderte viel an ihrem Konzept und brachte dann 1997 das Album OK Computer heraus. Spätestens mit dem Album war klar, dass Radiohead sich deutlich von Britpop Bands unterschieden. Radiohead präsentierte auf dem Album einerseits Alternative Rock, andererseits aber auch geniale langsame Songs in Richtung Coldplay oder Travis. Das Album konnte diese Bands, aber auch experimentellere Bands wie Muse beeinflussen. Das Album OK Computer wird heute als ein Meilenstein der modernen Rockmusik betrachtet. Nach dem Album gab es eine Pause. Die Band wollte keine Musik machen, die andere Bands nachspielen. Von daher sollte das nächste Album anders klingen.

Mit Kid A legte die Band dann auch ein ganz anderes Album vor. Das Album war noch experimenteller und orientierte sich stark an der elektronischen Musik und am Krautrock, wie ihn zum Beispiel Can oder Neu! gespielt hatten. Das Album wurde unterschiedlich aufgenommen. Aber im Sog von OK Computer verkaufte es sich blendend. Mit Amnesiac brachte die Band dann ein weiteres sehr experimentelles und von der Electronic-Musik beeinflusstes Album heraus. Dieses Album konnte die Kritiker mehr überzeugen und verkaufte sich ebenfalls wieder sehr gut. Im Jahr 2003 erschien dann das Album Hail To The Thief. Auch dieses Album war von der elektronischen Musik stark beeinflusst. Aber die Band brachte hier auch wieder rockigere Töne ein. Das Album polarisierte etwas. Einige Kritiker vergaben Höchstnoten, andere zeigten sich eher zurückhaltend.

Danach war wieder längere Zeit nichts von der Band zu hören. Radiohead meldete sich dann im Jahr 2007 mit dem Album In Rainbows erfolgreich zurück. Das Album wurde hoch gelobt und von vielen Medien zur Platte des Jahres 2007 erkoren. Musikalisch ging die Band wieder stärker zurück Richtung Alternative Rock, aber insgesamt mit einer weniger harten Ausrichtung. Für den 19.02.2011 wurde das Release des Albums The King Of Limbs angekündigt.

 

CD-Tipps Radiohead


 

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