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Info und Diskographie: Marillion

Die englische Band Marillion zählt zu den wichtigsten Vertretern des so genannte Neo-Prog. Marillion startete im Prinzip schon im Jahr 1978 in Aylesbury als Silmarillion. Der Name stammt aus einem Tolkien Roman. Die Band spielte damals vor allem instrumentale Titel. Etwas später kam dann der Sänger Fish zur Band. Fish passte gut zu Marillion. Marillion hatte eine gewisse Affinität zu Genesis, und Fish hatte stimmlich durchaus eine gewisse Ähnlichkeit zu Peter Gabriel. Die Band konnte mit Ihrem an Genesis angelehnten Sound gute Erfolge feiern. Allerdings gab es für die Ähnlichkeit mit Genesis auch etwas Kritik. Im Lauf der Jahre versuchte sich Marillion dann von dem Genesis-Klon Image freizuspielen. Das gelang ganz gut. So kann man die Alben der erfolgreichsten Bandphase auch eher dem Melodic-Rock als dem Prog-Rock zuordnen.

Die Band veröffentlichte im Jahr 1982 eine Single und konnte sich durch Auftritte einen gewissen Bekanntheitsgrad erspielen. Der Sounds wählte die Band zur besten neuen Musikband des Jahres 1982. 1983 erschien dann das Album Script For A Jester's Tear. Es gilt als Meilenstein der Band und als Meilenstein des Neo-Prog. Das Album war recht abwechslungsreich und Marillion konnte sich etwas von den Genesis Wurzeln lösen. Das Album kam in UK bis auf Platz 7 der Charts. Das folgende Album Fugazi war ähnlich gestrickt, vielleicht etwas härter als das Debütalbum. Es stieg schon auf Platz 5 der UK-Charts und konnte sich auch in Deutschland platzieren. Es machte die Band in Europa bekannter. Real To Reel wurde ähnlich erfolgreich wie Fugazi. Stilistisch bewegte sich die Band allerdings immer mehr in Richtung Melodic-Rock.

Das folgende Album Misplaced Childhood bedeutete kommerziell den Durchbruch für die Band. Es kam auf Platz 1 im UK und konnte sich erstmals in den USA sowie vielen europäischen Ländern platzieren. Die ausgekoppelte Single Kayleigh wurde extrem bekannt. Die Band hatte ihren Melodic Rock weiter ausgefeilt. Auch Clutching At Straws konnte sich sehr gut platzieren. Marillion kehrte etwas mehr zurück zum Bombast alter Tage. Die Songs Incommundicado, Sugar Mice und Warm Wet Circle verkauften sich gut. Das nachfolgende Live Album war das letzte mit dem extrem beliebten Sänger Fish. Der verließ die Band und schlug eine Solokarriere ein.

Die Band holte als Sänger Steve Hogarth. Hogarth klang geradliniger und rockiger als Fish. Die Fans kamen allerdings mit Hogarth gut zurecht. Man spielte das Album Season's End ein. Es lag stilistisch nahe an den alten Alben, war aber nicht mehr ganz so erfolgreich. Das folgende Album Holidays in Eden war ähnlich erfolgreich und konnte einige Songs in den Charts platzieren. Das Material des Albums war vergleichsweise Chartkompatibel. Marillion wandte sich dem AOR zu und entfernte sich vom Melodic-Rock. Mit Brave folgte ein Konzept-Album, das sich wieder alten Strukturen näherte, aber nicht ganz so erfolgreich wie die alten Alben war. Ab Afraid Of Sunlight ging die Erfolgskurve weiter zurück. Die Alben konnten sich in den UK Charts nur noch mühsam in den Top 50 halten. Mit Marillion.com und Anoraknophobia setzte sich der Abwärtstrend fort, auch wenn sich Anoraknophobia zumindest in Deutschland etwas besser platzieren konnte.

Mit dem Album Marbles gelang es der Band wieder nicht energisch, dem Abwärtstrend entgegenzuwirken. Allerdings gelangen der Band mit dem Album zumindest einige ordentliche Chartplatzierungen. Die guten Zeiten im Heimatland England scheinen aber endgültig vorbei. Immer wieder stellt sich die Frage, ob der Weggang von Fish die rückläufigen Chartplatzierungen verursacht hat. Das ist aber nicht eindeutig feststellbar. Außerdem hat die Band eine treue Anhängerschaft, die sich auch nach Weggang von Fish nicht wesentlich reduziert hat.

 

    Diskographie:
  • Script For A Jester's Tear (1983)
  • Fugazi (1984)
  • Real To Reel (Live, 1984)
  • Misplaced Childhood (1985)
  • Brief Encounter (1986)
  • Clutching At Straws (1987)
  • The Thieving Magpie (Live, 1988)
  • Season's End (1989)
  • Holidays In Eden (1991)
  • A Singles Collection 1982-1992 (1992)
  • Brave (1994)
  • Afraid Of Sunlight (1995)
  • Made Again (Live, 1996)
  • This Strange Engine (1997)
  • Radiation (1998)
  • Marillion.Com (1999)
  • Anoraknophobia (2001)
  • Anorak In The UK (Live, 2002)
  • Marbles (2004)
  • Marbles Live (2005)
  • Somewhere Else (2007)
  • Happiness Is The Road Vol. 1 - Essence (2008)
  • Happiness Is The Road Vol. 2 - The Hard Shoulder (2008)
  • The Early Stages 1982-1987 (Live, 2008)

 

Neben den genannten Alben gibt es noch etliche Compilations, spezielle Racket Records Alben sowie die Christmas Alben (für Mitglieder des Fanclubs) und die Front Row Club Releases (Mitschnitte guter Konzerte die man auf Subscription Basis erhalten kann).

 


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