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Info und Diskographie: MagmaMagma ist die wohl bekannteste französische Prog-Rock Band. Und sie gehört zu den wichtigsten europäischen Bands dieses Genres. Im Gegensatz zu Gong würde ich Magma als eine "richtige" französische Band bezeichnen. Die Band hielt mehr oder weniger seit ihrer Gründung 1969 immer an ihrem ursprünglichen Konzept fest (bis auf wenige kommerzielle Annäherungen). Stilprägend für die Band ist ihr thematisches Konzept, das sich anfangs mit dem Mythos von Kobaia beschäftigte und dabei die eigene Kunstsprache kobaianisch entwickelt.Musikalisch gehört die Band eindeutig zum Prog. Der Rolling Stone bezeichnete die Band einst als extremste progressive europäische Band. Anfangs klang die Band relativ jazzbeeinflusst, was sich aber mehr und mehr verlor. Stilprägend war die starke rhythmische Ausrichtung mit dem Drummer und Bandleader Christian Vander im Mittelpunkt. Die melodische Struktur war dabei wenig wandlungsfähig und eher monoton. Stilistisch wird u. a. Carl Orff als Vorbild genannt. Orffsche Musik gilt im Allgemeinen als eher melodie- und kontrapunktfeindlich. Magma wurde 1969 in Frankreich gegründet. Wichtigstes Mitglied war der Drummer Christian Vander. Er bezeichnete die Band als sein ein und alles im Leben und wenn Magma scheitere dann würde auch er sterben. Im Jahr 1970 erschien das erste Album von Magma. Das Debütalbum und das folgende Album 1001° Centigrades hatten eine leicht proggigge Note mit deutlichen Jazzeinflüssen. Mit dem dritten Album begann der Einfluss Vanders größer zu werden. Das dritte Album lautete auf den wunderbaren Namen Mekanik Destruktiw Kommandöh. Das Album gilt als das Hauptwerk der Band. Hier wurde die kobaianische Saga auch sprachlich durch kobaianische Sprache unterstützt. Die Band lieferte jetzt meist recht lange Songs ab. Mekanik Destruktiw bestand eigentlich nur aus einem Song. Hätte es schon CD's gegeben, dann wäre das technisch auch umsetzbar gewesen. So musste der Song auf zwei Albumseiten aufgeteilt werden. Bis in die späten 1970er verfolgte Magma musikalisch diesen außergewöhnlichen Weg. Mit Köhntarkösz verlor die rhythmische Struktur jedoch etwas von ihrer Magie. Auch das folgende Livealbum konnte nicht überzeugen. Üdü Wüdü wurde dann in Triostärke eingespielt. Das Album war nicht schlecht, vermittelte aber eine fast bedrohliche Atmosphäre. Es konnte qualitativ nicht ganz mit den alten Werken mithalten. Auf Attahk versuchte sich Vander dann den moderne Stilen etwas anzunähern. Das Werk wirkt jazzrockig mit etlichen Einflüssen aus Funk und Soul. Auch Attahk konnte nicht ganz überzeugen. Anfangs der 1980er kam es zu Reunionkonzerten. In der Folge wurden die beiden Retrospektiw Alben herausgebracht sowie ein Livemitschnitt. Erst im Jahr 1984 erschien mit Merci wieder ein richtiges Studioalbum. Vander legte damit wieder ein komplexeres Werk vor, auch wenn hier der ein oder andere Einfluss aus Funk oder Disco vernehmbar war. Im Prinzip war Merci dann für lange Zeit das letzte, was man von Magma vernahm. In den nächsten Jahren erschienen praktisch nur noch Vander-Soloalben, die jedoch allesamt im Stil von Magma eingespielt wurden. Erst ab 1996 hörte man dann wieder etwas von Magma als Band. 1998 wurde dann auch wieder neues Material von der Band eingespielt. Seither ist Magma, mehr oder weniger, aktiv. Stilistisch blieb die Band dabei ihren Wurzeln treu.
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