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Info und Diskographie: Dream Theater

Dream Theater ist eine Band, die dem so genannten Progressive Metal zugeordnet wird. Es handelt es sich dabei um eine Mischung aus Prog-Rock und Heavy Metal. Dream Theater dürfte die erfolgreichste Band des modernen Prog-Metal und des modernen Prog-Rock sein. Wahrscheinlich muss man die Ehre der ersten Prog-Metal Band eher Queensrÿche überlassen. Allerdings hatte Dream Theater sicherlich den größten Einfluss auf die gesamte Szene und Queensrÿche wandte sich doch relativ früh der komplexen Musik ab.

Die Musik der Band wird vor allem durch die hervorragenden Einzelmusiker geprägt. John Petrucci gehört zu den besten Gitarristen der Rockmusik, Drummer Portnoy und Bassist Myung zählen ebenso zur Spitze in ihrem Bereich. Ähnliches gilt für die Keyboarder Jordan Rudess und Derek Sherinian. Einen gewissen Schwachpunkt stellt eigentlich nur die Besetzung des Sängers dar. Aber darüber lässt sich natürlich trefflich streiten.

Die Band wurde 1985 von Studenten des Berklee College in New York gegründet. Es handelte sich um John Petrucci (git), Mike Portnoy (dr) und John Myung (bass). Dazu kamen anfangs noch wechselnde Keyboarder und Sänger. Im Jahr 1989 erschien das Debütalbum When Dreams And Day Unite. Das Album ließ erstmals aufhorchen. Dream Theater zeigte ansatzweise, welches Potential in der Band steckt. Das Album war aber aus meiner Sicht eher Heavy Metal denn Prog. Die Proganteile hielten sich noch Grenzen. Das Album war vielleicht noch etwas unausgegoren und nicht sehr aufregend. Die Band hörte sich an wie eine progressivere Variante der Band Rush.

Der Erfolg ließ dann auch noch auf sich warten. Als sehr problematisch erwies sich der Beitrag des Sängers Dominici. Die Band suchte dann einen neuen Sänger und wurde in dem Kanadier James La Brie fündig. Seine Gesangsbeiträge passten besser, als die des alten Sängers. Im Jahr 1992 nahm die Band dann das richtungsweisende Images And Words auf. Es verhalf der Band zum Durchbruch und gilt noch heute als das kommerziell erfolgreichste der Band. Es dürfte auch eines der erfolgreichsten Alben des Genres sein. Der ausgekoppelte Song Pull Me Under wurde sogar ein kleinerer Hit. Das Album stieß in den USA bis auf Platz 60 vor, in Japan sogar bis auf Platz 30. Die Band tourte anschließend viel und veröffentlichte dann das Livealbum Live at the Marquee.

1994 folgte das Album Awake, nach dem sich Keyboarder Kevin Moore von der Band trennte. Awake war wieder recht erfolgreich und schaffte es in den USA bis auf Platz 32. Im UK kam es bis auf Platz 56, in Deutschland auf Platz 15 und in Japan und Schweden bis in die Top 10. Nachfolger von Moore war Derek Sherinian, der jedoch nur auf zwei Alben mitwirkte: EP A Change Of Seasons (1995) und dem Studioalbum Falling Into Infinity im Jahr 1997. Falling Into Infinity war in den USA oder auch in Japan nicht ganz so erfolgreich. Dafür schaffte die Band erstmals den Sprung in viele andere europäische Charts. In Finnland ging es gleich in die Top 10.

Nach Falling Into Infinity gönnte sich die Band eine gewisse Auszeit, die Musiker wandten sich anderen Projekten zu. Eines davon war das Liquid Tension Experiment, bei dem Petrucci und Portnoy mit Tony Levin und Jordan Rudess spielten. Das Zwischenspiel bei Liquid Tension Experiment blieb für Dream Theater nicht ohne Folgen. Petrucci und Portnoy waren von Rudess begeistert. Rudess hat die Gabe, sich beim Solieren mit Petrucci kongenial abzuwechseln. Manchmal hört man kaum noch, was Gitarre und was Keyboards sind. Man nahm Rudess in die Band. Derek Sherinian musste dafür gehen. Der Wechsel tat der Band, aus meiner Sicht, sehr gut. Denn das erste Album mit Rudess war Metropolis Pt. 2 - Scenes From A Memory. Das Album ist ein Konzeptalbum mit wahnwitzigen Ideen. Es gilt gemeinhin, neben Images And Words, als das beste Album der Band. Es ist von der Struktur und vom Aufbau her etwas komplexer. Chartmäßig konnte sich die Band jedoch mit Metropolis Pt. 2 nicht steigern.

Anschließend folgte dann wieder eine äußerst erfolgreiche Tournee mit einem fulminanten Tourneemitschnitt Live Scenes from New York . 2002 veröffentlichte die Band dann das nicht unumstrittene Doppelalbum Six Degress of Inner Turbulence. Ein Album mit vielen harten Stücken, suitenartigem Material sowie ein paar eingängigen Songs. In der Summe ein gutes Album, bei Kritikern und Fans aber zwiespältig diskutiert. Die nachfolgende Tournee verlief wieder sehr erfolgreich. Im Jahr 2003 folgte das Album Train Of Thought. Ein vergleichsweise hartes Album, das vornehmlich mit Uptempo Songs gespickt war. Dennoch ein gutes Album mit gewohnt vielen hochvirtuosen Anteilen. Die Band huldigte auf dem Album vernehmlich ihren Vorbildern des Heavy Metal. Das Album konnte sich nicht ganz so gut in den Charts platzieren. In Deutschland reichte es zwar zu Platz 16. In den USA kam die Band nicht über Platz 53 hinaus, im UK reichte es gar nur zu Platz 146. An das Album schloss eine große Tournee an, aus der wieder ein Livealbum (Live At Budokan) hervorging.

Im Jahr 2005 erschien das Album Octavarium. Die Band nahm spürbar an Härte heraus und wurde melodisch bis rockig. Alleine der Titelsong blieb dem klassischen Muster der Band komplett treu. Das Album konnte sich in allen wichtigen Charts besser platzieren, als die meisten Alben zuvor. In Deutschland und Kanada kam es auf Platz 15. In Finnland, Italien und Slowenien zum Beispiel auf Platz 2. In den USA kam es auf Platz 36, im UK auf Platz 72. Daneben kam es in vielen europäischen Ländern in die Top 5 bzw. die Top 10. Sogar in China reichte es für die Top 100.

2007 erschien das Album Systematic Chaos. Das Album wurde wieder ein Riesenerfolg. Es dürfte, von den Chartplatzierungen her gesehen, eines der erfolgreichsten der Band gewesen sein. Es stieg in den US-Charts bis auf Platz 19, in einigen europäischen Charts gelang der Einstieg in die Top 10. Aus der folgenden Tour wurde die Live DVD Chaos in Motion zusammengestellt.

Für 2009 plant die Band ein neues Studioalbum.

 

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