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KurzInfo und Diskographie: Caravan

Caravan ist eine Band, die sich 1968 in England aus verschiedenen anderen Bands entwickelte. Die Band gilt als einer der wichtigsten Vertreter des so genannten Canterbury-Sound. Diese Musik wird oft dem Prog-Rock zugeordnet, hat aber mehr Ähnlichkeit mit dem Art-Rock. Genau genommen könnte man den Canterbury Sound auch als eigenes Genre betrachten.

Die Band entwickelte ein reges Eigenleben. Die Besetzung war eigentlich nur in den ersten Jahren stabil, danach gab es rege Personalwechsel in der Band. Mit dem Original-Line Up konnte die Band den typischen Caravan Sound am besten kreieren. Hier gelten besonders die ersten Alben der Band als bandtypisch.

Das Debütalbum war noch nicht sehr erfolgreich. Nach Meinung der Kritiker war es zu uneinheitlich. Aber schon mit dem zweiten und dritten Album erspielte sich die Band einige gute Erfolge. Dabei war Caravan keine Band, die immer extrem komplex spielte. Die Band ließ zwar alle möglichen Ideen und Stile einfließen, hielt sich jedoch eher an relativ eingängige Themen. Auch der Gesang war ein wichtiger Bestandteil der Band, was bei anderen Prog-Bands nicht unbedingt der Fall war.

Nach dem dritten Album begann sich dann das Personalkarussell heftig zu drehen. Lediglich Pye Hastings konnte man zu den Bandkonstanten zählen. Der Wechsel in den Besetzungen wirkte sich deutlich auf die Musik von Caravan aus. Fans und Kritiker sind oft der Meinung, dass Caravan mit dem vierten Album den eigenen Qualitätsstandard nicht halten konnte.

Tatsächlich verlegte sich die Band mehr und mehr auf sehr eingängige Songs, die manchmal fast ins Easy Listening drifteten. Da war dann nicht mehr viel von kunstvoller Musik zu vernehmen. Andererseits wurden zum Beispiel das Album For Girls Who Grow Plump By Night und die Live Bearbeitung von Caravan And The New Symphonia von Kritikern durchaus gelobt. Man lobte hier vor allem das Talent von Pye Hastings als Komponist und Arrangeur.

Mit dem Album Cunning Stunts fiel dann das Kritikerlob praktisch aus. Das Album konnte sich nicht gut platzieren und kam weder bei Fans noch bei Kritikern gut an. Zu stark versuchte sich die Band hier im Mainstream Rock. Noch schlechter lief es mit dem Album Better By Far. Nach dem Album löste sich Caravan dann kurz auf. Im Jahr 1980 kam es zu einer Wiedervereinigung mit abermals neuer Besetzung. Allerdings spielte die Band nie mehr auf dem Niveau früherer Tage, auch wenn es gelang, die Band irgendwann wieder einmal in Originalbesetzung zusammenzubringen.

Seit 2003 hört man von Caravan selbst eigentlich nicht mehr viel, auch wenn die Musiker der Band noch in irgendeiner Form aktiv sind.
    Diskographie:
  • 1968: Caravan
  • 1970: If I Could Do It All Over Again, I'd Do It All Over You
  • 1971: In the Land of Grey and Pink
  • 1972: Waterloo Lily
  • 1973: For Girls Who Grow Plump in the Night
  • 1974: Caravan and the New Symphonia
  • 1975: Cunning Stunts
  • 1976: Blind Dog at St. Dunstan's
  • 1977: Better By Far
  • 1980: The Album
  • 1982: Back To Front
  • 1990: Caravan Live
  • 1991: BBC Radio One Live in Concert (1975)
  • 1994: Cool Water
  • 1996: All Over You
  • 1997: Canterbury Comes to London (Live)
  • 1998: Back on the Tracks (Live)
  • 1998: Songs For Oblivion Fishermen
  • 1998: Ether Way
  • 1998: Show of Our Lives
  • 1999: Surprise Supplies
  • 1999: All Over You Too
  • 1999: Headloss
  • 2002: Live at the Fairfield Halls 1974
  • 2002: Green Bottles For Marjorie; The Lost BBC Sessions
  • 2003: The Unauthorised Breakfast Item
  • 2003: Live UK Tour 1975

 

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