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KurzInfo und Diskographie: Amon Düül

Amon Düül gilt als eine der ersten, stilprägendsten und wichtigsten Bands des Krautrock. Amon Düül entstand ca. um 1967 in Herrsching bei München. Das Projekt war studentischen Ursprungs und hatte einen gewissen Kommunardencharakter. Dementsprechend offen war die eingentliche musikalische Ausrichtung der Band. Im Prinzip konnte sich jeder einbringen, der sich ausdrücken wollte. Dabei war es egal, ob ein Mitglied Musiker war oder nicht. Das Ergebnis war natürlich eine extrem offene Struktur im Bandsound, die an sich kaum beschreibbar ist.

Mit dem ursprünglichen Konzept gab es allerdings auch Probleme innerhalb der ursprünglichen Band. Letztlich führten die unterschiedlichen Auffassungen zu einer Trennung des Unternehmens Amon Düül in zwei Teile: Amon Düül bzw. Amon Düül I stellte die Band mit der gänzlich offenen Ausrichtung dar. Bei Amon Düül II versammelten sich Musiker, die einen gewissen Mindestanspruch an Mitmusiker hatten. Die Geschichte der ursprünglichen Amon Düül war relativ kurz. die Band löste sich um 1970 auf.

Amon Düül II jedoch machte weiter Musik und erlangte einen gewissen Kultstatus (nicht nur in Deutschland). Auch wenn Amon Düül II von Musikern betrieben wurde, so war die Musik der Band mehr als experimentell. Mit dem ersten Album Phallus Dei konnte die Band aber einen Meilenstein deutscher Rockgeschichte produzieren. Mit dem zweiten Album Yeti festigten sie ihren hervorragenden Ruf vor allem in England, wo die Band permanent hoch in Umfragen gelistet wurden. Ab 1975 sank allerdings die Erfolgskurve der Band, vor allem wurde das Produkt Krautrock kaum noch nachgefragt. Amon Düül passte den Bandsound der Nachfrage an und wurde deutlich poppiger - da konnte man oft fast schon Vergleiche mit Bands wie Alan Parsons ziehen. Amon Düül II wurde offiziell im Jahr 1978 aufgelöst. Es kam ab 1981 aber immer wieder zu Reunions. Seither besteht Amon Düül II (aufgrund der enormen Nachfrage nach Krautrock) wieder und veröffentlicht auch immer mal wieder neue Alben. Zum Sound kann man grob sagen: bis Mitte der siebziger war der Bandsound psychedelisch und experimentell. Ab Mitte der Siebziger wurde der Sound deutlich gefälliger und manchmal fast Soft-Rockmäßig. Allerdings überraschte Amon Düül II im Jahr 1995 mit einer Reunion einiger Originalmitglieder, die mit Nada Moonshine ein Album herausbrachten, das den alten Geist Amon Düüls II angenehm wiederbelebte.

 

Diskographie Amon Düül
  • 1969 Psychedelic Underground
  • 1969 Collapsing/Singvögel Rückwärts & Co.
  • 1970 Para Dieswärts Düül
  • 1973 Disaster - Lüüd Noma
  • 1983 Experimente
  • 1987 Airs On A Shoestring (Compilation)
    Amon Düül II (Auszug)
  • 1969 Phallus Dei
  • 1970 Yeti (Doppel-LP)
  • 1971 Tanz der Lemminge / Dance Of The Lemmings (Doppel-LP)
  • 1972 Carnival In Babylon
  • 1973 Wolf City
  • 1974 Vive La Trance
  • 1975 Hijack
  • 1976 Pyragony X
  • 1977 Almost Alive
  • 1978 Only Human
  • 1981 Vortex
  • 1982 Meeting With Men Machines
  • 1983 Hawk Meets Penguin
  • 1987 Anthology (Compilation )
  • 1989 Fool Moon
  • 1992 Live In Concert (live BBC 1973)
  • 1993 Surrounded By The Stars / Bars
  • 1994 The Greatest Hits (Compilation)
  • 1995 Nada Moonshine
  • 1996 Kobe (Reconstructions)
  • 1997 The Best Of 1969-1974 (Compilation)

 

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