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CD-Kritik Jean Paul Bourelly - Trans Atlantic Boom Bop II

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Interpret: Jean-Paul Bourelly

Titel: Transatlantic Boom Bop II

Erscheinungsjahr: 2001

Genre: Jazz Fusion,Weltmusik

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen
(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Transatlantic Boom Bop II ist ein Album von Jean-Paul Bourelly, das im Jahr 2001 erschien. Jean-Paul Bourelly hat sich als Jazz-Fusion Gitarrist einen guten Ruf erspielt. Dabei lässt sich Bourelly stilistisch eigentlich nicht so gerne festlegen. Bourelly ist ein Grenzgänger der Musik. Aber wenn man ihn schon einordnet, dann muss zwangsläufig etwas wie Jazz-Fusion oder Jazz Rock fallen. Sein Ansatz wird oft verglichen mit Gitarristen wie David Torn oder Vernon Reid. Das heißt: alles recht frei plus einer guten Portion Groove. So hält er es auch auf dem Album Transatlantic Boom Bop II.

Nach dem kurzen Instrumental Awakening geht mit dem groovigen Jazz Fusion The Spirit Wheel die Post ab. Cool Papa N'Diaye besitzt ein moderateres Tempo und weist mehr Ethno-Parts auf. Fatima klingt wie ein Mix aus Ethno und Jazz-Fusion. Blowin' Omni klingt nach Drum'n'Bass, dazu gibt es schräge Saxofonlines und Gesangsparts. Pluto Lounge knüpft an Blowin' Omni an, wirkt aber nicht ganz so schräg. Thierno De Conakry ähnelt vom Grundgroove den beiden Vorgängersongs. Danach wird es aber jazzrockiger und Jean-Paul zeigt sich mit schönen Gitarrenlines. Mit The Scent Of The Healer folgt ein sphärisches, instrumentales Interlude.

Harmofunkalodica ist, wie der Name schon vermuten lässt, relativ funky angelegt. Es erinnert daher auch stellenweise an John Scofield. Trance Atlantic klingt sehr weltmusikmäßig, mit Myth And Diffusion folgt wieder ein kurzes, sphärisches Instrumental mit schönen Gitarrenvoicings. Traffic und Freedom Delta beenden das Album mit einem Mix aus Jazz-Rock und Funk. Freedom Delta erinnert mich etwas an Kraan.

Fazit Boom Bop II ist ein Album, das einen etwas zwiespältigen Eindruck auf mich hinterlässt. Bourelly beweist, das er ein Grenzgänger ist, der nicht gerne in eine Schublade gesteckt wird. Seine Gitarrenlinien sind ungewöhnlich, manchmal klingt das angenehm "Outside". Bourelly bewegt sich musikalisch zwischen Jazz-Fusion und Weltmusik. Die kurzen instrumentalen Stücke stellen die Höhepunkte dar, auch The Spirit Wheel, Traffic und Freedom Delta können überzeugen. Die anderen Songs können dieses Niveau nicht ganz halten. Ein Album mit Höhen und Tiefen, aber ohne Totalausfälle.

Trackliste

  1. Awakening 0:24
  2. The Spirit Wheel 10:27
  3. Cool Papa N'Diaye 9:55
  4. Fatima 7:03
  5. Blowin' Omni 5:02
  6. Pluto Lounge 2:37
  7. Thierno De Conakry 6:13
  8. The Scent Of The Healer 0:56
  9. Harmofunkalodica 7:04
  10. Trance Atlantic 8:05
  11. Myth And Diffusion 1:38
  12. Traffic 4:34
  13. Freedom Delta 6:58

Rezensent: MP