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Albumbesprechung Bon Jovi - The Circle

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Interpret: Bon Jovi

Titel: The Circle

Erscheinungsjahr: 2009

Genre: Rock

Bewertung: Wertung: 5 von 10 Sternen
(5/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

The Circle ist das elfte Studioalbum der Band Bon Jovi. Es erschien Ende 2009 und konnte sich gleich in mehreren Ländern auf Platz 1 der Charts positionieren. Die Band versuchte sich, so Gitarrist Sambora, wieder im traditionellen härteren Rock. Dazu versuchte man musikalisch aber auch Up-To Date zu agieren. Die Versuche wurden zwar von den Fans durchaus honoriert, aber die Kritiker hielten sich merklich mit guten Kritiken zurück. Gemessen an den Erfolgen früherer Alben stellt The Circle nicht den großen Wurf dar.

Gitarrist Sambora vertrat, wie erwähnt, die Meinung, das Album rocke hart und nähere sich dem traditionellen Rock'n'Roll. Allerdings eröffnet die Band das Album mit einem eher typischen Bon Jovi AOR-Song, der Hitsingle We Weren't Born To Follow. Der Song klingt ordentlich, allerdings überrascht er nicht. Auch When We Were Beautiful überrascht nicht wirklich. Es handelt sich um eine ordentliche AOR-Ballade mit Gitarrensounds a la The Edge. Auch Work For The Working Man klingt eher nach AOR denn nach klassischem Hard-Rock oder Rock'n'Roll, Superman Tonight macht hier auch keine Ausnahme. Bullet versucht zwar auszubrechen, erinnert aber dennoch ganz entfernt an Keep The Faith Zeiten.

Thorn In My Side ist der erste Song, der teilweise aus Mainstream Bon Jovi Mustern ausbrechen kann. Der Song erinnert entfernt an Springsteen. Mit Live Before You Die folgt ein eher typischer balladesker Bon Jovi Song. Brokenpromiseland kann in etwa dem Anspruch gerecht werden, etwas rockiger zu sein. Dennoch ist das weit entfernt von den rockigen Anfangstagen der Band. Erinnerungen an Rocksounds a la Springsteen kommen stellenweise bei den Songs Love's The Only Rule und Fast Cars auf. Happy Now erinnert eher an unentschlossenen AOR, Learn To Love beendet das Album in typischer Bon Jovi Balladen Manier.

Fazit Sambora versprach ein hart rockendes Rock'n'Roll Album. Da hat er uns aber ganz schön angeflunkert. Die Band bemüht sich, von dem langweiligen AOR-Image wegzukommen. Das gelingt aber höchstens in Ansätzen. Immerhin muss man Bon Jovi anrechnen, dass sie es zumindest versuchen. Aber letztlich driftet die Band immer wieder in seichte AOR-Gefilde ab, in denen sie eben ihre größten Erfolge gefeiert haben. Wahrscheinlich stellt das Gehörte einen Kompromiss dar, um das Album gut zu verkaufen. Ein schlechtes Album ist The Circle nicht, aber überragend ist es auch nicht. Aufgrund der Ansage u. a. von Sambora bin ich enttäuscht, weil ich mehr erwartet hätte. Letzlich geht das Album aber für Bon Jovi Fans sicherlich in Ordnung, wer richtigen Rock bzw. härteren Rock hören will, der könnte hier aber enttäuscht werden.

Trackliste

  1. We Weren't Born to Follow 4:03
  2. When We Were Beautiful 5:18
  3. Work for the Working Man 4:03
  4. Superman Tonight 5:12
  5. Bullet 3:50
  6. Thorn in My Side 4:05
  7. Live Before You Die 4:18
  8. Brokenpromiseland 4:57
  9. Love's the Only Rule 4:38
  10. Fast Cars 3:16
  11. Happy Now 4:21
  12. Learn to Love 4:39

Rezensent: MP