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CD-Kritik Blind Guardian - Tales From The Twilight WorldAnzeigeTitel: Tales From The Twilight World Erscheinungsjahr: 1990 Genre: Power-Metal Bewertung: ![]()
Tales From The Twilight World ist ein Album der deutschen Heavy Metal Band Blind Guardian. Es wurde 1990 veröffentlicht und zählt zu den wichtigsten Alben der Band und des deutschen Power Metal. Das Album kam bei der Heavy-Metal Gemeinde sehr gut an. Auch die Kritiker waren durchaus angetan von dem Album, es erhielt teilweise sehr hohe Bewertungen - auch von Publikationen außerhalb des Heavy-Genres. Tales From The Twilight World wurde in der Besetzung Hansi Kürsch (voc, bass), Andre Olbrich (l-git), Marcus Siepen (git) und Thomas Stauch (drums) eingespielt. Außerdem kamen einige Gastmusiker zum Einsatz. Der bekannteste dürfte Kai Hansen sein, der Gesangsparts auf Lost In The Twilight Hall beisteuerte und die Leadgitarre auf The Last Candle. Inhaltlich hat sich die Band auf einige bekannte Geschichten/Filme bezogen. Der Song Traveler In Time bezieht sich auf Dune von Frank Herbert, Welcome To Dying auf Floating Dragon von Peter Straub, Lord Of The Rings auf das gleichnamige Buch von Tolkien, auch Lost In The Twilight Hall bezieht sich auf Gandalfs Wiedergeburt im Roman von Tolkien. Tommyknockers und Altair 4 nehmen Bezug auf Tommyknockers von Stephen King, für den Song Goodbye My Friend ließ sich die Band vom Film E.T. inspirieren. Traveler in Time eröffnet das Album symphonisch und ruhig. Die Band legt aber enorm nach und gibt Kante. Dennoch zieht sich symphonische Ausrichtung durch den ganzen Song. Ähnlich gelagert ist der Song Welcome To Dying, allerdings klingt er - abgesehen von den Satzgesängen - klassischer nach Metal, die symphonischen Parts fehlen praktisch komplett. Weird Dreams ist ein kurzes Instrumental, dessen Gitarrenlinien tatsächlich etwas an schlechte Träume erinnern. Das ist ganz gut umgesetzt. Lord Of The Rings ist die fast unvermeidliche Ballade, die zum guten Powermetal gehört. Sie klingt sehr typisch und etwas vorhersehbar, aber auch nicht schlecht. Typischen Powermetal mit gutem Speed gibt es mit Goodbye My Friend. Wenn man bedenkt, dass der Song von E.T. inspiriert ist, dann klingt das soundmäßig fast etwas zu hart. Lost in the Twilight Hall knüpft auch an den klassischen Power-Metal an. Der Song ist aber vergleichsweise komplex aufgebaut. Wesentlich kompromissloser und härter klingt Tommyknockers. Inspiriert von der Stephen King Story, passt der Sound gut zum Text. Altair 4 bezieht sich auch auf die Geschichte Tommyknockers. Wieder wird zwar kompromisslos hart gerockt, aber es gibt ein paar nette Auflockerungen. The Last Candle beendet das Album typisch - flotter Power-Metal mit auffälligen Harmoniegesängen, wie man das von typischen Power-Metal Bands erwartet. Run For The Night ist ein Bonustrack der Japanpressung. Es handelt sich um eine gelungene Live-Version des bekannten Blind Guardian Songs. Ein druckvoller Power-Metal Song, welcher die Livequalitäten der Band gut dokumentiert.
Rezensent: MP
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