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Review Birth Control - Rebirth

Interpret: Birth Control

Titel: Rebirth

Erscheinungsjahr: 1973

Genre: Hard-Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Rebirth ist der Titel des vierten Studioalbums der Band Birth Control. Das Album erschien 1973.

Die Erwartungen an Birth Control waren nach dem Release von Hoodoo Man und ihrem Trademark Song Gamma Ray zweifellos hoch. Aber Nossi Noske und Bruno Frenzel mussten nach Hoodoo Man die Band praktisch komplett neu zusammenstellen. Bassist Bernd Koschmidder ging, für ihn kam Peter Föller. Für Bernd Neuser kam Bernd Zeus Held/Zeus B. Held (Keyboards, Trompete, Posaune, Flöte, Saxofon) und Dirk Steffens stieß als zweiter Gitarrist zur Band.

Umbesetzungen können ihr Gutes haben, sie können aber auch das Gegenteil bewirken. Im Fall von Birth Control bewirkte der Personalwechsel einen gewissen Wechsel im Bandsound. Auch wenn die Band das Terrain des klassischen Hard-Rock nie wirklich verließ, war Rebirth mit Hoodoo Man nur bedingt vergleichbar.

Zunächst einmal kann man festhalten, dass die Band weiterhin im Geist bekannter UK-Hardrockbands der frühen 70er musiziert. No Shade is Real ist so ein Song mit vielen Anleihen z. B. an Uriah Heep und dem einen oder anderen Blackmore Trademark-Lick. Ebenso in die eher klassische Hard-Rock/Rockkerbe haut Back From Hell mit interessanten Wishbone Ash artigen Twin-Leads und einem damals noch gerne gehörten Drumsolo. Auch der längste Track Together Alone Tonight folgt zeitgemäßen Rockmustern, allerdings über eine sehr patchworkartige Struktur.

Diese UK-Hard Rock Basis verlässt die Band z. B. mit dem Opener She's got nothing on you, der in seinen Riffs mehr an US-amerikanischen Hard-Rock erinnert. Dafür hört sich Held mit seinen Hammond Sounds etwas nach Jon Lord bzw. anderen deutschen Rockern der krautigen 70er an. Mit Mister Hero geht die Band noch weiter, der Song groovt funky und erhält mit den Bläsersätzen ein gewisses Jazz-Rock Flair.

Schöne Auflockerungen bilden das kurze 12-Saiter Instrumental Grandjeanville und als Tasten-Pendant das unwesentlich längere M.P.C., welches mit Piano, Mellotron und Flöte proggig gestaltet wird.

Fazit Rebirth ist, wenn man so will, ein klassisches Birth Control Album. Die Band wagt (zwar etwas verhalten) das eine oder andere Experiment, findet ihre Basis aber grundsätzlich im klassischen härten 70s Rock. Rebirth war sicher so eine Art Neugeburt für die Band und die funktioniert zumindest ordentlich. Ihr ganzes Potential offenbarte die Besetzung auf den nächsten Alben.

Trackliste

  1. She's got nothing on you 5:04
  2. Mister Hero 6:42
  3. Grandjeanville 1:03
  4. No shade is real 4:41
  5. M.P.C. 1:56
  6. Together alone tonight 10:28
  7. Back from hell 8:08
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Rezensent: MP