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CD-Kritik Jeff Beck - performing this week… Live At Ronnie Scott's
Titel: performing this week… Live At Ronnie Scott's Erscheinungsjahr: 2008 Genre: Jazz-Fusion, Rock
performing this week… Live At Ronnie Scott's ist ein Live-Album von Jeff Beck. Es erschien im Jahr 2008. Das interessante an dem Album ist sicherlich die Tatsache, dass das Album später als Live-DVD herauskam und diese DVD in den USA Platinstatus erhielt. Das ist, für eine Musik-DVD, extrem selten. Jeff Beck gehört zu den wichtigsten Gitarristen der Rockmusik. Auch wenn er kommerziell selten in Bereiche vorstieß wie Clapton, Page, Hendrix oder andere, so wird er vor allem unter Gitarristen enorm hoch gehandelt. Der Grund dafür ist sein ziemlich einzigartiger Ton. Vielen Gitarristen erschließt sich das vielleicht nicht sofort. Vielleicht könnte da gerade die DVD eine Offenbarung sein. Wie man hört, nahm sich Jeff Beck die seiner Meinung nach besten Songs seiner Performance und ließ diese dann zu einer CD und später DVD verarbeiten. Und er hat wirklich gut gewählt. Außerdem hat sich Beck, wie immer, exzellente Mitmusiker herausgesucht. An den Drums sitzt mit Vinnie Colaiuta einer der Meister des Fachs. Am Bass überrascht einmal mehr die faszinierende junge Australierin Tal Wilkenfield. Die Keyboards bedient mit Jason Rebello einer der bekanntesten Keyboarder der letzten Jahre. Außerdem holte sich Beck als Gäste auch noch Eric Clapton, Joss Stone und Imogen Heap auf die Bühne. Das passt immer ganz gut. Grundsätzlich muss man natürlich sagen, dass in erster Linie Beck mit seiner Gitarre im Vordergrund steht. Aber auch Bassistin Wilkenfield macht in jeder Hinsicht eine mehr als gute Figur. Das sieht umwerfend aus, wie sie die Basslines mit einer Hingabe spielt und musikalisch mit Beck interagiert. Songmäßig passt alles mehr als gut. Beck eröffnet mit dem fast schon legendären Beck's Bolero. Der Song stammt von Jimmy Page und war auf dem Truth Album von Beck. Die Version hier ist fast besser als die Originalversion und Beck gibt einen ersten Einblick in sein erstaunliches Spiel. Danach folgen zwei Jazz Fusion Ausflüge der besonders guten Art - Eternity's Breath von John McLaughlin und Stratus von Billy Cobham klangen selten besser. Stevie Wonders Song Cause We've Ended As Lovers wird einerseits äußerst locker und gefühlvoll gespielt, steigert sich aber immer wieder fulminant. Im Prinzip geht es dann auch so weiter, Beck präsentiert eine Art Best-Of seiner bisherigen Arbeit. Scatterbrain ist musikalisch eines der Highlights, die Band spielt sich von Höhepunkt zu Höhepunkt. Ergreifend schön ist die Beatles Interpretation von A Day In The Life. Und mit dem abschließenden Where Were You zeigt Beck einmal mehr, warum sein Spiel als so einzigartig anzusehen ist. Wie er hier die Melodien per Whammy-Bar in die Luft zeichnet, ist einfach große Klasse. Musikalisch wird der Bogen breit gespannt. Natürlich ist viel aus den Bereichen Jazz-Fusion dabei. Aber dazwischen mogeln sich Ausflüge in Funk, Soul, Blues und auch Reggae. Nicht zu vergessen die ganzen fast schon melodischen Sachen wie A Day In The Life, Where Were You oder z. B. Nadia und Angel. Die Gastauftritte von Joss Stone, Imogen Heap und Eric Clapton sind dann noch schönes Beiwerk für die DVD und lockern die ansonsten instrumentalen Beiträge angenehm auf. Dazu gibt es optional noch eine breite Interview Sektion mit einem, wie gewohnt, launig lustig aufgelegten Jeff Beck. Zu dem Album bzw. der DVD kann ich persönlich eigentlich nur lobende Worte finden. Wer Probleme hat, die Lobeshymnen auf Jeff Beck zu verstehen, der sollte sich das Album unbedingt ansehen und anhören. Gitarristen muss man unbedingt empfehlen, sich die DVD anzusehen. Das ganze ist fast so etwas wie eine Guitar-Clinic, welche uns Herr Beck zukommen lässt. Was er so auf der Gitarre macht, ist fast immer erstklassig von den Kameras festgehalten und gibt tiefe Einblicke in sein wirklich phänomenales Spiel. Beck holt über das Spiel mit dem Volume-Regler und dem Tremolo-Arm und natürlich mit seinen Fingern unfassbares aus dem Instrument heraus. Das ist große Klasse. Aufnahmetechnisch ist das auch alles erste Sahne, die Qualität der DVD ist beachtlich gut. Bemängeln könnte man eigentlich vor allem, dass der Gitarrensound schon sehr im Vordergrund steht, aber Beck spielt bekannterweise immer vergleichsweise laut. Gerade Wilkenfield und auch Rebello kommen manchmal leider etwas leise weg. Relativ gut abgemischt ist dagegen das vorzügliche Schlagzeugspiel von Vinnie Colaiuta. Die Tracks: DVD
Rezensent: MP
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