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Interpret: The Beatles
Titel: Rubber Soul
Erscheinungsjahr: 1965
Genre: Pop
Bewertung:

(7/10 - Rezensionen: 1)
Rezension:
Lang ist's her. Bei den Beatles kann man auch heute nur in Superlativen schwelgen. Zur Geschichte
der Band muss man eigentlich nicht mehr viel erzählen. Zweifellos
sind die FabFour bis heute noch eine der einflussreichsten Bands überhaupt. Deshalb gleich
zum Album.
Rubber Soul erschien schon 1965, ist also eines der früheren Alben der Beatles.
Es zählt zu den Besten der Band. Zum Zeitpunkt der Erscheinung dürfte es
in der Summe das Beste gewesen sein, was die Band veröffentlichte. Die Songs:
-
Drive My Car. Ein bissiger Song mit einem hart singenden Paul McCartney. Die
Gitarren befinden sich eher im Hintergrund, sehr aufdringlich drückt Paul mit seinen Bass-Figuren
einen melodischen und rhythmischen Stempel auf. Alles sparsam arrangiert, aber
auf den Punkt gebracht.
- Norwegian Wood. Norwegian Wood ist fast so etwas wie ein Liebeslied, das John's
Erlebnis mit einer Frau widerspiegelt. Tolle Atmosphäre, ein unplugged Song wenn man so will.
Relativ revolutionär war die Sitar, die George das erste mal spielte.
- You Won't See Me. Ein schöner Pop Song, von Paul gesungen. Schöne Background Harmonien.
Die Gitarre spielt songdienlich sehr sparsam auf 2 und 4. Der Bass setzt auch hier wieder die Akzente.
Ein ziemlich unterbewerteter Song.
- Nowhere Man. Nowhere Man war einer der bekannteren Songs des Albums. Der Text wurde von John
geschrieben und gesungen, alles in allem einer seiner kryptischeren Texte. Die Songstruktur ist einfach
und sehr eingängig. Gut gelungen ist George die Gitarrenarbeit mit der zwölfsaitigen Gitarre.
- Think For Yourself. Von George geschrieben und gesungen. Nicht schlecht, aber auch nicht sein
bestes Werk. Interessante Vokalharmonien, aber der lezte Biss fehlt. Interessant der verzerrte Bass von
Paul.
- The Word. Interessanter Song, der anfänglich im Motown Stil daherkommt und immer wieder von
neuen Beatles typischen Ideen unterbrochen wird. Der Song hat was, aber der letzte Ohrwurmcharakter
fehlt. Nett ist das Harmonium Solo.
- Michelle. Was soll man zu dem Song noch sagen. Eines der schönsten Liebeslieder der Beatles.
Typisch für Paul. Klasse Song, einfühlsam, schöne Harmonien und ein wunderschönes BassSolo.
- What Goes On. Typisch für die Lieder, die man für Ringo gemacht hat, wobei er hier angeblich
mitkomponiert hat. Der Song ist eine nette Abwechslung, im Rockabilly Stil gehalten. Nett, aber nicht
umwerfend.
- Girl. Man könnte sagen, Girl sei ein Pendant von Michelle. Girl war von John, er hat es gesungen.
Eine Hommage an seine Traumfrau. Ein schöner Song mit dem prägnanten Zischlaut und einer tollen Akustikgitarre,
die zum Schluss fast schon griechisch anmutet.
- I'm Looking Through You. Einer der unterbewerteten Songs des Albums. Dabei ist es ein richtig schöner
Song mit schönen Harmonien und aggressiven Parts nach dem Refrain, die im Outro noch einmal verstärkt werden.
- In My Life. Ein wunderschöner klassisch angehauchter Song, der wohl von George Martin komponiert wurde.
Klasse Schlagzeugarbeit von Ringo, tolles Pianosolo und schöner Harmoniegesang.
- Wait. Der Song von John und Paul ist interessant, fällt aber im Vergleich zu den anderen
Songs deutlich ab.
- If I Needed Someone. Wieder ein Song von George. Ich finde, er hat bessere geschrieben. Der Song ist
nicht schlecht und hat interessante Harmonien zu bieten. Manche halten den Song für den besten des Albums. Ich nicht.
- Run For Your Life Wenn man so will, der härteste Song des Albums. Auch wenn John den Song nie mochte - ich
finde ihn gut. Er bildet einen interessanten Abschluss des vornehmlich harmonischen Albums. Gute Melodie, schöne
Harmonien und interessante Gitarrenarbeit
Rubber Soul gehört zu den besseren Alben der Beatles, wie gesagt war es zu dem Zeitpunkt wohl das kompositorisch
beste Album der Band. Danach kamen mit Revolver,
Sgt. Pepper's und dem White Album allerdings noch drei
bemerkenswertere Alben.
Rezensent: MP
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