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Titel: Revolver Erscheinungsjahr: 1966 Genre: Rock, Pop Bewertung: ![]()
Das Album Revolver der Beatles dürfte wie kein anderes die Popwelt verändert haben. Meist ist da immer nur die Rede von Sgt Pepper's Lonely Hearts Club Band. Das war sicherlich ein Meilenstein, aber einen Höhepunkt hatten die Beatles schon mit Revolver vorweggenommen. Dabei hatte es das Album damals wirklich schwer. Es kam nach dem äußerst beliebten Rubber Soul heraus. Dazu kam, dass die Rolling Stones kurz vorher ihr Album Aftermath herausgebracht hatten. Ungeachtet dessen schaffte Revolver wieder Platz 1, wenn auch nur kurz. Ich denke, das Album gehörte damals nicht zu den beliebtesten der Band. Zu stark war die Abkehr von einfachen Popmustern. Sie setzte sich hier vernehmlich durch. Trotzdem würde ich persönlich Revolver als ein Meisterwerk der Popmusik bezeichnen. Für mich stellt es das Beste dar, was die Beatles je aufgenommen haben. Das Album ist voll von nahezu perfekten Songs. Den Anfang macht der Song Taxman. Für Beatles Verhältnisse fast schon ätzende Gitarrensounds mit einem ziemlich verrückten Solo. Ein guter Song mit einem zeitlosen Thema - wie uns der Staat das Geld aus der Tasche herauszieht. Oder wie es George komponierte "there's one for you, nineteen for me". Ein zeitloser Rockklassiker - komponiert von George und gewidmet den damaligen Politikern Wilson und Heath. Man könnte diesen Song auch deutschen Politikern widmen! Der nächste Song Eleanor Rigby stellt für mich so etwas wie die perfekte melancholische Ballade dar. Ein Meisterwerk. Mit I'm Only Sleeping folgt ein etwas schräger Song, der für mich etwas abfällt. Man muss dem folgen können, was schwerfällt. John experimentierte in dieser Phase stark mit Stimulansien (wenn ich es mal so sagen darf). Love You To klingt auch ungewöhnlich, aber ist zugänglicher. Das Stück stammt von George und es ist fast durchgehend von Sitar und Tablas begleitet. Das war für die Zeit mehr als ungewöhnlich. Deshalb muss man das Stück fast schon als progressiv bezeichnen. Ein guter Song mit psychedelischem Touch. Mit Here, There And Everywhere zeigt Paul erneut seine Stärke, eine Ballade genial zu singen. Eine klasse Ballade und, soweit ich weiß, einer der wenigen Hits des Albums. So schreibt man Balladen! Yellow Submarine ist das krasse Gegenteil. Ein Song, den Paul für Ringo geschrieben hatte. Das heißt: einfache Melodie. Das Ganze klingt lustig und fast wie ein Kinderlied. Aber ein echter Klassiker, den praktisch jeder nachsingen kann. She Said, She Said klingt dann gleich wieder wesentlich anspruchsvoller. Eine klasse Gitarrennummer mit leicht psychedelischem Einschlag. Wieder eine härtere Nummer, ähnlich Taxman. Nur von John geschrieben. Good Day Sunshine ist wieder eine jener Pop-Perlen, die nie die ganz große Bekanntheit erlangt haben. Aber der Song ist wirklich vorzüglich. Fast perfekt. And Your Bird Can Sing ist noch eingängiger. Ein sehr gut komponierter Pop Song mit schöner Gitarrenarbeit. Der Song wird von vielen zu den besten des Albums gezählt. For No One ist wieder eine jener perfekten langsamen McCartney Nummern. Eine melancholische Nummer mit toller Melodie und einem sehr gelungenen Waldhorn Solo, das vorzüglich zum Song passt. Perfekt. Dr. Robert kommt wesentlich bewegter daher. Einer meiner Lieblingssongs. Eine lustige und völlig unkomplizierte Nummer. Macht Spaß. I Want To Tell You war wieder eine Harrison Komposition. Er durfte auf Revolver viel zeigen. Der Song ist wieder leicht psychedelisch angelegt mit interessanten Twin-Guitar Sounds. Interessanter Song. Got To Get You Into My Life ist wieder ein ungewöhnlicher Song, der die Freude der Beatles am Experimentieren belegt. Dieses Mal mit Tamla Motown Sounds. Selten klang die Band souliger. Unterstützt wurde das von guten Bläserarrangements der Sounds Inc. Ein toller Song. Tomorrow Never Knows ist wieder eine etwas psychedelischere Nummer mit sehr ungewöhnlichen Ideen. Ein würdiger Abschluss für das Album. Wie eingangs erwähnt ist Revolver für mich die beste Beatles Platte überhaupt. Das Album liegt für mich unglaublich nahe an einem perfekten Popalbum. Die Band präsentierte hier praktisch alles, was man sich wünschen kann. Es gibt unglaublich glanzvolle Elemente und interessante Experimente. Für mich fällt nur I'm Only Sleeping und teilweise I Want To Tell You etwas ab. Wäre das nicht so, dann würde ich hier wirklich volle Punktzahl vergeben. Ein Meisterwerk. Das Album klingt auch noch heute, über vierzig Jahre später, fast perfekt. Letztlich dürfte Revolver auch eine Blaupause für einige Brit-Pop Bands gewesen sein.Die Tracks:
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