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Albumbesprechung The Beatles - Beatles For Sale

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Interpret: The Beatles

Titel: Beatles For Sale

Erscheinungsjahr: 1964

Genre: Beat, Pop-Rock

Bewertung: Wertung: 5 von 10 Sternen
(5/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Beatles For Sale war das vierte Album der Beatles. Es erschien nach A Hard Day's Night. Das Album kennzeichnet eine gewisse Trendwende in der textlichen Konzeption der Band. John Lennon strebte immer mehr danach, sich nach dem Vorbild Bob Dylans mit autobiografischen Texten einzubringen. Musikalisch ist das Album etwas umstritten. Es zählt zu den schwächsten Alben der Beatles. Allerdings polarisiert das Album auch. Es wird von vielen Kritikern sehr hoch bewertet, weil die Band just auf diesem Album viel mit Folk und Country experimentierte. Der legendäre Gram Parsons, selbst einer der angesehensten Country-Rock Musiker seiner Zeit, wertete dieses Album bzw. speziell den Song I Don't Want To Spoil The Party als Initialzündung für den Country-Rock.

Die Songs:

Das Album beginnt weniger Countrymäßig. No Reply ist ein ordentlicher Song mit leicht melancholischer Note und kurzen härteren Einwürfen. Der Song wurde von John gesungen. I'm a Loser ist wieder ein von John gesungener Titel. Hier geht es schon vernehmbar in Richtung Country- und Rockabilly. Baby's in Black wird als einer der Lieblingssongs der Band gewertet, da sie ihn über zwei Jahre im Liveprogramm hatte. Rock and Roll Music kann man, obwohl nur eine Coverversion von Chuck Berry, als einen der frühen Klassiker der Beatles bezeichnen. I'll Follow the Sun ist ein balladesker Titel, von Paul gesungen und wahrscheinlich von ihm geschrieben. Mr. Moonlight ist wieder eine Coverversion, der Titel stammt von Roy Lee Johnson. Es handelt sich um einen schmachtenden Rock'n'Roll. Auch bei Kansas City/Hey, Hey, Hey, Hey handelt es sich um Coverversionen. Kansas City stammt von Leiber und Stoller, Hey, Hey, Hey, Hey von Penniman. Beide Songs gehen nahtlos ineinander über, wobei Paul den Boogie-Rock Kansas City gut shoutet.

Eight Days a Week gehört zu den bekanntesten Songs der Beatles. Die Gitarrensounds und der Satzgesang überzeugen. Words of Love ist die Coverversion eines Liebesliedes von Buddy Holly. Holly sang oft nahe an der Grenze zur Schnulze. Auch die Beatlesversion lotet diese Grenzen aus. Honey Don't ist die unaufregende Coverversion eines Carl Perkins Songs. Die Beatles mochten Carl Perkins und seine Art des Rock'n'Roll bzw. Rockabilly. Dieser Song wurde von Ringo gesungen. Every Little Thing ist ein schöner Song, der von John und George zusammen gesungen wurde. I Don't Want to Spoil the Party tendiert Richtung Country/Rockabilly und wird von John gesungen. What You're Doing überzeugt mit gut klingenden Gitarren, prägnanten Drums und guten Vocals, wobei die Leadvocals von Paul gesungen wurden. Everybody's Trying to Be My Baby ist noch mal ein Perkins Cover. Wieder handelt es sich um Rockabilly, dieses mal von George gesungen.

Fazit Mit Beatles For Sale ist das so eine Sache. Gemessen am Vorgänger A Hard Day's Night klingt For Sale schwächer, wobei das Album nicht schlecht ist. Was auffällt, ist die große Zahl an Fremdkompositionen - insgesamt waren es sechs von vierzehn Songs. Damals meinte man, die Band sei zu sehr im Tourneestress gewesen und hätte keine Zeit für Neuaufnahmen gehabt. Mir persönlich sind es zu wenige eigene Songs. Und diese eigenen Songs erreichen nicht das Niveau anderer Alben.

Trackliste

  1. No Reply – 2:15
  2. I'm a Loser – 2:31
  3. Baby's in Black – 2:02
  4. Rock and Roll Music (Chuck Berry) – 2:03
  5. I'll Follow the Sun – 1:46
  6. Mr. Moonlight (Roy Lee Johnson) – 2:33
  7. Kansas City/Hey, Hey, Hey, Hey (Jerry Leiber and Mike Stoller, Richard Penniman) – 2:33
  8. Eight Days a Week – 2:43
  9. Words of Love (Buddy Holly) – 2:12
  10. Honey Don't (Carl Perkins) – 2:55
  11. Every Little Thing – 2:01
  12. I Don't Want to Spoil the Party – 2:33
  13. What You're Doing – 2:30
  14. Everybody's Trying to Be My Baby (Carl Perkins) – 2:23

Rezensent: MP