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Titel: Beatles For Sale Erscheinungsjahr: 1964 Genre: Beat, Pop-Rock Bewertung: ![]()
Beatles For Sale war das vierte Album der Beatles. Es erschien nach A Hard Day's Night. Das Album gilt als eine Trendwende in der textlichen Konzeption der Band. John Lennon strebte immer mehr danach, sich mit autobiografischen Texten einzubringen und nahm sich Bob Dylan als Vorbild. Musikalisch ist das Album etwas umstritten. Es zählt zu den schwächsten Alben der Beatles. Allerdings wird es von vielen Kritikern sehr hoch bewertet, weil die Band just auf diesem Album viel mit Folk und Country herumprobierte. Vielen sahen das als Pionierleistung. Der legendäre Gram Parsons, selbst einer der angesehensten Country-Rock Musiker seiner Zeit, wertete dieses Album bzw. speziell den Song I Don't Want To Spoil The Party als Initialzündung für den Country-Rock. Das Album startet aber erst mal weniger Countrymäßig. No Reply ist ein ordentlicher Song mit leicht melancholischer Note und kurzen härteren Einwürfen. Der Song wurde von John gesungen. I'm a Loser ist wieder ein von John gesungener Titel. Hier geht es schon vernehmbar in Richtung Country- und Rockabilly. Baby's in Black wird als einer der Lieblingssongs der Band gewertet, da sie ihn über zwei Jahre im Liveprogramm hatte. Ein netter Slow-Rock mit kurzen schrägen Gitarreneinlagen. Rock and Roll Music kann man, obwohl nur eine Coverversion von Chuck Berry, als einen der frühen Klassiker der Beatles bezeichnen. Ein guter Coversong. I'll Follow the Sun ist ein schöner balladesker Titel, von Paul gesungen und wahrscheinlich vor allem von ihm geschrieben. Mr. Moonlight ist wieder eine Coverversion, der Titel stammt von Roy Lee Johnson. Ein ziemlich schmachtvoller langsamer Rock'n'Roll. Interessant gemacht, gefällt mir aber nicht so gut. Kansas City/Hey, Hey, Hey, Hey sind beides Coverversionen, erstere von Leiber und Stoller, letztere von Penniman. Beide Songs gehen nahtlos ineinander über, wobei Paul den Boogie-Rocker Kansas City richtig gut shoutet. Eight Days a Week dürfte der bekannteste Song des Albums sein. Der Song gehört zu den bekanntesten der Beatles mit schönen Gitarrensounds und gutem Satzgesang. Words of Love ist eine Coverversion eines Liebesliedes von Buddy Holly. Holly selbst sang schon oft nah an der Grenze zur Schnulze und der Song hat viel davon. Gefällt mir nicht so gut. Honey Don't ist eine unaufregende Coverversion des Perkins Songs. Die Beatles mochten Carl Perkins und seine Art des Rock'n'Roll bzw. Rockabilly. Dieser Song wurde von Ringo gesungen. Every Little Thing ist ein schöner Song der von John und George zusammen gesungen wurde. I Don't Want to Spoil the Party gefällt mir sehr gut. Der Song geht wieder in Richtung Country/Rockabilly und wird von John gesungen. What You're Doing ist ein sehr schöner Song mit gut klingenden Gitarren, prägnanten Drums und schönen Vocals, wobei die Leadvocals von Paul gesungen wurden. Der Song gefällt mir mit am besten von allen. Everybody's Trying to Be My Baby ist noch mal ein Perkins Cover. Wieder Rockabilly, dieses mal von George gesungen. Mit dieser Beatles For Sale ist das so eine Sache. Gemessen am Vorgänger A Hard Day's Night klingt For Sale schwächer, wobei das Album nicht schlecht ist. Was auffällt, ist die große Zahl an Fremdkompositionen - insgesamt waren es sechs von vierzehn Songs. Damals meinte man, die Band sei zu sehr im Tourneestress gewesen und hätte so keine Zeit für Neuaufnahmen gehabt. Mir persönlich sind es zu wenige eigene Songs. Und die eigenen Songs stehen nicht auf dem Niveau anderer Alben. Das ist nicht schlecht, aber für mich nicht mehr als ordentlich. Die Tracks:
Rezensent: MP
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