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Albumbesprechung Asia - ArenaAnzeigeTitel: Arena Erscheinungsjahr: 1996 Genre: AOR, Melodic-Rock Bewertung: ![]()
Arena ist das sechste Studioalbum der Band Asia. Das Album erschien im Jahr 1996, es stellte das erste Asia-Album seit 1992 dar, welches weltweit veröffentlicht wurde. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen bestand die Band aus Geoffrey Downes, John Payne, Michael Sturgis, Elliott Randall und Aziz Ibrahim. Die Band Asia formierte sich um 1981 als eine Art Supergroup. Die Anfangsbesetzung mit Steve Howe von Yes, John Wetton von King Crimson, Geoff Downes von den Buggles und Carl Palmer von ELP war auserlesen. Viele Fans erwarteten von dieser Band etwas in Richtung Prog-Rock. Asia schlug aber eine ganz andere Richtung ein. Die Band versuchte sich im Mainstream Rock bzw. im so genannten AOR. Mit dem Konzept hatte die Band großen Erfolg. Die ersten beiden Alben verkauften sich prächtig und sprachen das Zielpublikum des AOR an. Im Lauf der Jahre änderte sich das Line-Up der Band permanent. Auch der Stil von Asia ging immer stärker in Richtung AOR, mit einer Tendenz zum Pop. Nach den ersten Erfolgen ließen die Umsatzzahlen der Band aber schnell nach. Der Output wurde sehr uneinheitlich, viele Fans bewerteten den Ausstieg des stimmgewaltigen John Wetton als eine erhebliche Schwächung der Band. Wer Asia-Alben hört und/oder bewertet, der lässt sich oft dazu verleiten, die Band nach Prog-Rock Maßstäben zu beurteilen. Aufgrund der Herkunft der Gründungsmitglieder drängt sich der Schluss durchaus auf. Aber Asia ist einfach keine Prog-Band. Stilistisch muss man auch das Album Arena dem AOR zuordnen, im Prinzip bot Asia hier einen recht gut verdaulichen Melodic-Rock. Das klingt selten hart, aber auch nie zu soft. Außerdem wirken die Ideen und Songs selten ganz belanglos, aber nie komplex. Die Aufnahmen klingen perfekt und musikalisch gibt es da wenig auszusetzen. Die Musiker agieren, wie zu erwarten, auf einem hohen Niveau. Einzig der Gesang ist, nach meiner Ansicht, ein kritischer Faktor. Die Vokalharmonien erinnern in unangenehmer Weise an die Moody Blues in ihrer Spätphase. Der Introsong verschont einen da etwas, weil es sich um einen gut gemachten Instrumentaltitel handelt. Der Titelsong erinnert an die relativ glatten und perfekten Aufnahmen des Westcoast-Fusion aus den USA. Die weiteren Songs orientieren sich stilistisch am Titelsong Arena. Das wirkt alles ein bisschen Fusion-Like, wobei die Anteile an komplexem Jazz-Rock oder Prog-Rock vernachlässigbar sind. Somit ist auch das Material auf Arena eindeutig auf das Mainstream Publikum des AOR ausgerichtet. Dieses Publikum bedienen Asia aber gekonnt. Das ist alles nicht besonders aufregend oder neu, was Asia da machen, aber es klingt auch nicht schlecht. Und so ganz leise hört man sogar die eine oder andere Prog-Rock Nuance. Da kommt dann fast ein wenig Wehmut auf, weil man sich mehr davon wünschen würde. Aber Asia haben sich für den Mainstream entschieden. Das muss man akzeptieren. Sie machen das, wie gesagt, nicht schlecht.
Rezensent: MP |