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CD-Kritik Ash Ra Tempel - Starring RosiAnzeigeTitel: Starring Rosi Erscheinungsjahr: 1973 Genre: Krautrock, Westcoast Bewertung: ![]()
Starring Rosi ist ein Album der deutschen Band Ash Ra Tempel. Das Album erschien im Jahr 1973. Mit Starring Rosi läutete die Band einen Wechsel in Bandbesetzung und Sound ein. Gitarrist Manuel Göttsching war die treibende Kraft der Band. Harmut Enke war ausgeschieden, Klaus Schulze war sowieso schon lange nicht mehr dabei. Dafür war Rosi Müller mittlerweile festes Bandmitglied. An den Drums half Harald Großkopf. Musikalisch änderte die Band ihr Konzept deutlich. Göttsching entfernte sich praktisch komplett von langen Songs. Musikalisch klang Starring Rosi weniger "krautig" als alte Aufnahmen. Die Songs: Laughter Loving beginnt gleich mal überraschend. Das achtminütige Instrumental steht durchaus in bester Westcoast Tradition. Das erinnert an die Allman Brothers und an Grateful Dead - aber selten an Krautrock. Die Gitarrenarbeit klingt, nach meiner Ansicht, verbesserungswürdig. Der Song plätschert etwas höhepunktlos vor sich hin. Day-Dream legt dann zu. Der Song besitzt mehr krautige und psychedelische Anteile. Dennoch hält sich dieser Grateful Dead-Faktor. Leider wirkt auch der Song etwas spannungsarm, da hilft der denglische Sprechgesang von Rosi nichts. Schizo knüpft endlich an alte Tugenden an. Die wabernden psychedelischen Gitarrensounds und Becken geben dem Song eine etwas bedrohliche Atmosphäre. Cosmic Tango ist noch etwas kürzer als Schizo. Man kann es verkraften, denn der Song wirkt wieder belanglos. Nachdem Rosi den Song mit einem Ready-Steady-Go freigibt, verpufft das Ganze in harmlosen cleanen und funky Gitarrensounds. Interplay Of Forces ist der längste Song des Albums. Die Klangcollagen klingen zu Beginn verheißungsvoll. Aber der Song mündet wieder in eine Art Jam-Session, wie man sie von Grateful Dead kennt. Und Grateful Dead klingen da etwas besser. The Fairy Dance kann wieder zulegen. Die akustische Gitarre verströmt ein keltisches Flair. Dazu gibt es nette Schwellersounds der Gitarre. Bring Me Up beendet das Album harmlos und unentschlossen. Nach einem ordentlichen Intro a la Wishbone Ash verpufft der Song als eine Art funky Song. Der Chor gegen Songende in bester US-Funk Tradition klingt nett und lustig - aber mehr nicht.
Rezensent: MP
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