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Albumbesprechung Aerosmith - PumpAnzeigeTitel: Pump Erscheinungsjahr: 1989 Genre: Hard Rock, Glam-Rock Bewertung: ![]()
![]() Pump ist das zehnte Album der US-Rockband Aerosmith. Das Album erschien im Jahr 1989. Aerosmith leiteten mit diesem Album so etwas einen Richtungswechsel vom rauen funky Hardrock zum eher massentauglichen Mainstream Rock ein. Das Konzept ging auf. Bis heute verkaufte sich das Album in den USA 7 Millionen mal. Für Janie's Got A Gun gab es einen Grammy, Love In An Elevator war die erste No. 1 in den Mainstream US-Charts. Auch im UK lief dieses Album richtig gut. Aerosmith waren zuvor nie die Lieblinge der Kritiker. Besonders ihre frühen Alben wurden in der Regel in der Luft verrissen. Aus meiner Sicht spielte die Band aber gerade damals ihre eigentlichen Stärken aus. Songs wie Back In The Saddle, Toys In The Attic, Walk This Way oder Dream On konnten durchaus überzeugen, aber das ist Geschmackssache. Wie schon erwähnt, kam Aerosmith mit Pump komplett im Mainstream an - deshalb war das Album wohl auch so erfolgreich. Die Band stellte damit die Weichen für alles, was später kam. Das Album ist durchaus abwechslungsreich aufgebaut. Es gibt einige Nummern mit dicken Keyboard- und Bläsersektionen (Love in an Elevator, The Other Side). F.I.N.E.* und Young Lust rocken dagegen relativ straight, während man mit What It Takes eine Ballade vorlegt. Textlich versucht sich die Band mit Janie's Got a Gun und Monkey on My Back in gewissem Tiefgang. Für etwas Entspannung sorgen die zwei kurzen Instrumentals Hoodoo und Dulcimer Stomp. Grundsätzlich klingen Aerosmith auf dem Album nach Hauruck-Band, manchmal nach billigem Poser-Rock. Pump ist ziemlich glatt produziert, die alten Songs besaßen mehr Reibung. Das liegt wohl am Produzenten Bruce Fairbairn, der aus meiner Sicht auch den Loverboy-Alben immer etwas die Ecken und Kanten abgeschliffen hatte. Schon der Opener Young Lust sowie FINE verdeutlichen das Dilemma. Das klingt durchaus rockig, aber auch bedeutungslos. Love In An Elevator unterscheidet sich nur unmerklich, Aerosmith hört sich hier wie eine Poser-Rock Band an. Mit Monkey On My Back geht es ähnlich weiter. Janie's Got A Gun macht eine Ausnahme und kann positiv überraschen. Dulcimer Stomp ist ein kleines Stück auf der Dulcimer gespieltt. Danach folgt mit The Other Side wieder so ein Hauruck-Song. My Girl ist wieder ein eher belangloser und inhaltsleerer Up-Tempo Song. Don't Get Mad Get Even kommt kaputt daher. Ich hätte schwören können, dass ich den Refrain ähnlich bei Samson gehört hätte. Wundern würde es mich nicht, zumal Aerosmith damals einige Probleme wegen Plagiatsvorwürfen auszutragen hatten. What It Takes beendet das Album balladesk und unnötig schwülstig. Der Song lässt erahnen, wohin sich Aerosmith später entwickeln würde.
Rezensent: MP |