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CD-Kritik AC/DC - Fly On The Wall
Titel: Fly On The Wall Erscheinungsjahr: 1985 Genre: Hard-Rock Bewertung: ![]()
Fly On The Wall war das zehnte Studioalbum von AC/DC. Es erschien im Jahr 1985 und damit in einer Zeit, in der die Band Schwächen zeigte. Das Album kam bei Kritikern überhaupt nicht gut an. Auch die Fans waren eher zurückhaltend, kommerziell war das Album nicht der ganz große Renner. Die ausgekoppelten Singles Danger, Sink the Pink und Shake Your Foundations schafften es auch nicht ganz hoch in den Charts. Tatsächlich schien die Band nicht auf dem Höhepunkt ihrer Möglichkeiten zu spielen, möglicherweise wirkte der Tod von Bon Scott und der Weggang von Phil Rudd doch stärker nach, als man zugeben wollte. Fly on the Wall beginnt mit einem typischen Malcolm Gitarrensound, dazu gibt es wuchtige Drums und einen etwas in den Hintergrund gemischten Johnson. Insgesamt geht der Song nicht schlecht ab. Ein typischer AC/DC Hard-Rock, aber nicht zwingend. Shake Your Foundations beginnt wieder mit einem schönen Gitarrenintro. Nach einem kurzen Geplänkel geht es dann wieder in einen trockenen und groovigen Hard-Rock. Der Song ist besser als der Titelsong, besonders der Refrain klingt besser. First Blood startet wieder mit einem Gitarrenintro, das dann in einen lässigen Groove mündet. Rhythmisch ist das etwas vertrackter, aber insgesamt bietet die Band wieder einen typischen Hard-Rock Song an. Danger beginnt sehr verschleppt und fast schon zögerlich. Der Groove o.k., der Song ist eigentlich interessant instrumentiert, kann aber wieder nicht ganz überzeugen. Sink the Pink beginnt wieder mit der Malcolms Gitarre, dazu gibt es die typischen gepickten Rhythmusparts von Angus. Der Song ist wieder ein klassischer Medium Hard-Rock, nicht schlecht gemacht, aber auch nicht überragend. Playing with Girls klingt insgesamt recht hart, was vor allem durch die fette Gitarrenarbeit bedingt ist. Auch der Song ist nicht schlecht, kann aber auch nicht ganz überzeugen. Stand Up gefällt mir persönlich ganz gut. Durch die Gitarrenarbeit hört sich das an, wie ein harter Southern-Rocksong. Das ist nicht typisch für AC/DC, gefällt mir aber persönlich ganz gut und kann sich durchaus etwas von den anderen Songs abheben. Hell or High Water überzeugt wieder vor allem durch eine ganz ordentliche Rhythmusgitarrenarbeit und schöne Einwürfe von Angus. Wieder ein ordentlicher Hard-Rock mit einem ganz guten Refrain. Back in Business klingt insgesamt am bluesigsten von allen Songs. Ein schönes hartes Bluesriff von Malcolm, dazu bluesige Licks von Angus. Insgesamt wieder ein Song in klassischer Tradition, wobei vor allem der Refrain wieder ganz ordentlich rüberkommt. Send for the Man steht wieder in typischer AC/DC Tradition, kann aber mit alten Songs nicht mithalten. Mit Fly On The wall legte AC/DC sicherlich eines der weniger geliebten Alben ihrer Karriere vor. Es wurde von Kritikern praktisch immer verrissen, auch bei den Fans kam das Album nicht ganz gut an. Zwar hielt sich die Band durchaus an die klassische Rezeptur, kam aber irgendwie nicht auf den Punkt. Nur selten springt der Funke über, den die Musik von AC/DC normal auslöst. Für mich klingt das etwas lustlos. Fast scheint es so, als habe man hier ein Verlegenheitsprojekt eingespielt. Der Groove, normal eine der Stärken der Band, kommt nie richtig an. Selbst der zuverlässige Malcolm McLaren kann mich mit seiner Gitarrenarbeit nicht überzeugen. Angus Young ist fast ein Totalausfall. Die Solo können praktisch nie überzeugen, nur seine Rhythmuslicks sind ordentlich. Sänger Johnson ist sowieso Geschmackssache, aber hier singt er noch schwächer als sonst. Das hat man aber wohl schon bei der Produktion gemerkt, denn der Gesang ist deutlich zurückgemischt. Insgesamt keine runde Sache. Fly On The Wall ist kein ganz schlechtes Album, aber auch kein gutes Album. Für AC/DC Fans könnte es noch in Ordnung gehen, für Einsteiger würde ich andere Alben empfehlen. Die Tracks:
Rezensent: MP
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