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CD-Kritik AC/DC - Black Ice
Titel: Black Ice Erscheinungsjahr: 2008 Genre: Hard-Rock Bewertung: ![]()
Black Ice ist das 15. Studioalbum der Hard-Rock Dauerbrenner von AC/DC. Das Album erschien im Jahr 2008. Die Fans mussten lange warten, denn das Vorgängeralbum Stiff Upper Lip stammt aus dem Jahr 2000. Black Ice schlug wirklich prächtig ein. Alleine in den ersten Wochen sollen über 1,7 Mio. Alben verkauft worden sein. Bis Mai 2009 gingen 7,2 Mio. Exemplare weltweit über die Ladentheke. Das ist im Downloadzeitalter fast schon eine sensationelle Zahl. Black Ice schoss in 29 Staaten von 0 auf 1. Die Kritiker waren vom Album durchaus angetan, auch wenn die Spitzenbewertungen ausblieben. Nur in Genretypischen Kritiken schnitt es besser ab. Aber bei AC/DC ist das fast normal, denn stilistisch bleibt sich die Band nun seit Jahrzehnten mehr als treu. Von daher bleiben die Überraschungen naturgemäß aus und die Kritiken können eigentlich selten Spitzenniveau erreichen. Ungeachtet dessen liefert die Band eben auch zuverlässig ordentliche Alben ab (von wenigen schwächeren Produktionen abgesehen). Auch auf Black Ice halten die wackeren Aussies, die zum Großteil aus Schottland stammen und jetzt in den Niederlanden wohnen, an die gewohnten Rezepturen: nie ganz schnell, immer Four To The Bar, immer einen guten Groove und stellenweise etwas Boogie. Das war es auch schon. In allerbester Tradition wird das Album mit Rock'n'Roll Train eröffnet. Und dann geht es eigentlich so weiter. Mal sehr ähnlich (Skies On Fire, War Machine, Smash N Grab Spoilin' For A Night, Black Ice), mal etwas schneller (Big Jack, Anything Goes, Wheels, Money Made). Herausheben könnte man stilistisch den Song Decibel. Der klingt stark nach ZZ Tops Waiting For A Bus. Das klingt richtig gut. Auch Stormy May Day unterscheidet sich durch den hohen Slidegitarrenanteil etwas von den anderen Songs. She Likes Rock'n'Roll ist relativ aufwändig konzipiert und wirkt über den sehr guten Refrain. Rocking All The Way ist eine Art klassischer Hard-Rock, schön gemacht und mit fast schon balladesken Zügen. Die Gitarren klingen herrlich. Ich glaube es fast schon nicht mehr - da legt diese Band seit Jahrzehnten immer wieder ähnlich klingende Alben vor. Und die Leute sind begeistert - ich muss mich auch immer wieder dazu zählen. Dabei ist es fast schon unfair, wenn man AC/DC dafür gute Bewertungen gibt, während man bei anderen Bands Veränderungen anmahnt. Aber manche Bands brauchen das nicht, da will man genau das hören, was die Band schon immer machte. AC/DC gehört dazu, ähnlich ist es bei Motörhead. Ich kann mich diesem Phänomen nicht immer entziehen. Wenn die Band ein neues Album aufnimmt, dann erwartet man genau so etwas. Keine Spielereien, keine Experimente - einfach nur AC/DC in Reinform. Und Black Ice ist AC/DC in Reinform. Das hat wirklich etwas und ich muss sagen, dass Black Ice durchaus noch mal positiv aus der Masse guter AC/DC Alben herausstechen kann. Vielleicht ist es sogar insgesamt eines der besten AC/DC Alben. Ich bin begeistert. Dennoch muss man anderen gegenüber fair bleiben und das Album nicht in den blauen Himmel hochloben. Trotzdem möchte ich behaupten, dass es ein gutes Album ist. Die Tracks:
Rezensent: MP
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