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Albumbesprechung Accept - Blood Of The NationsAnzeigeTitel: Blood Of The Nations Erscheinungsjahr: 2010 Genre: Heavy Metal/Hard Rock Bewertung: ![]()
Blood of the Nations ist das zwölfte Studioalbum der deutschen Heavy-Metal Band Accept. Das Band erschien im Jahr 2010, nach einer Pause von immerhin 14 Jahren (das letzte Studioalbum Predator stammt aus dem Jahr 1996). Accept wollten Udo Dirkschneider als Sänger für das Album. Der sagte ab, er konzentriert sich nach wie vor auf das Projekt UDO. Dafür holten Accept den US-Amerikaner Mark Tornillo als Sänger. Von der Stammbesetzung sind Wolf Hoffmann (Gitarre) und Peter Baltes (Bass) dabei. Allerdings sind mit Gitarrist Herman Frank und Drummer Stefan Schwarzmann zwei weitere Musiker dabei, die früher schon einmal bei der Band mitmischten. Blood Of The Nations wurde von Fans und Kritikern positiv aufgenommen. Accept lieferten letztlich das ab, was man von ihnen erwartete: klassischen Heavy Metal. Und das können sie einfach gut. Tatsächlich legt die Band mit Blood Of The Nations sogar ein äußerst hartes Album ab, vielleicht eines der härtesten Accept Alben überhaupt. Das Songwriting klingt sehr ausgefeilt und die Songs sind - für Accept - relativ lang. Die Band klingt gereift und nicht mehr so ungeschliffen wie früher, die Produktion klingt modern und fett. Die Songs: Gleich mit dem Opener "Beat The Bastards" wird die Marschroute vorgegeben. Der Song geht gut ab, klingt aber sehr melodisch. Auf "Teutonic Terror" nimmt die Band etwas Dampf heraus, klingt aber immer noch sehr heavy. Relativ hart und schnell präsentiert sich die Band, neben dem erwähnten Opener Beat The Bastards, auf Songs wie "Locked and Loaded", "Rolling Thunder", "Pandemic" und "No Shelter". Heavy, aber nicht ganz so schnell, sind Songs wie "Teutonic Terror", "The Abyss", "Blood Of The Nations", "New World Comin" angelegt. Das klingt dann auch relativ klassisch nach Accept. Leider wirkt die Bridge auf Teutonic Terror etwas verunglückt. Der Titelsong Blood Of The Nations erinnert etwas an Iron Maiden, New World Comin' hätte auch gut auf ein Krokus Album gepasst. "Kill the Pain" ist eine gut gelungene Ballade. Auch mit diesem orchestralen und symphonischen Werk kann die Band überzeugen. Ganz nett wirkt der Beginn des Songs "Bucket Full Of Hate" mit den Sounds der Spieluhr, die bald von klassischen Heavy Riffs abgelöst werden. Auffällig ist, wie erwähnt, die Songlänge auf dem Album. Für Accept-Verhältnisse sind die Songs relativ lang. Die meisten Songs laufen länger als 5 Minuten, The Abbys kratzt an den 7 Minuten, Shades Of Death überschreitet diese Marke dann sogar.
Accept legen mit Blood Of The Nations ein überzeugendes Album vor. Die Band klingt 2010 immer noch nach Accept, wirkt reifer und bietet außerdem einige angenehme Überraschungen an. Dennoch wird nicht allzu sehr am alten Konzept gerüttelt, sodass auch der klassische Heavy Metal Fan zufrieden sein müsste. Accept beherrschen ihr Metier nach wie vor - klassische Gitarrenriffs, treibende Basslinien und Drums. Dazu ein Shouter, der angenehm dreckig singen kann, aber auch die leiseren Töne beherrscht. Was will man mehr?
Rezensent: MP
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