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Albumbesprechung Abba - Arrival

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Interpret: ABBA

Titel: Arrival

Erscheinungsjahr: 1976

Genre: Pop

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen
(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension:

ABBA wurde schon 1970 in Schweden gegründet. Die Band nahm zweimal am Grand Prix teil und legte mit der zweiten Teilnahme im Jahr 1973 den Grundstein für eine beachtliche Karriere. ABBA gewann mit Waterloo (was für ein Aphorismus!), der Rest ist Geschichte. Männer haben ABBA nie angehört, die Musik war zu soft. Wenn ein Mann ABBA anhörte, dann nur weil Frau/Freundin/Schwester oder Mutter ABBA Fan war. So ist das. Und kein Mann hat begehrliche Blicke auf Anna und Agnetha gerichtet, nie!

Egal, ABBA legten eine unvergleichliche Karriere hin. Und wahrscheinlich kauften nicht nur Frauen die Alben der Band. Immerhin kann man im geschichtlichen Rückblick sagen, dass die Band vom Potential durchaus mit den Beatles vergleichbar war, das ist keine Majestätsbeleidigung. Heute ist es sogar schicklich, wenn sich ein Mann dazu bekennt, den einen oder anderen ABBA Song einmal gehört zu haben. ABBA Musik bedeutet normalerweise gut konsumierbare Musik. In der Regel boten die vier sehr gut komponierte Songs, welche normal auch astrein dargeboten wurden. Man holte sich für die Alben - so auch Arrival - normalerweise etliche profilierte Studiomusiker dazu.

Arrival ist das vierte Album der Band, es erschien im Jahr 1976. Zu dem Zeitpunkt waren die vier Superstars. Den Status konnten sie mit dem Album untermauern. Das Album verkaufte sich sozusagen wie geschnitten Brot. Es war das bestverkaufte Album des Jahres 1977 im UK. In den Charts ging es u. a. in Australien, Neuseeland, Deutschland, Niederlande, Schweden, Norwegen und Großbritannien auf Rang 1. In den USA reichte es für Rang 20. Mit den Songs Dancing Queen, Knowing Me Knowing You und Money Money Money legte die Band drei ihrer wohl bekanntesten Songs vor.

Die Songs:

When I Kissed The Teacher fängt richtig schön mit Akustikgitarren an. Im Hauptteil flacht das Ganze jedoch stark ab - die Drums sind mir persönlich irgendwie zu Tanzmusikmäßig. Dancing Queen war ein Megaseller. Und der Song ist echt gut. Klasse Instrumentierung und faszinierende Harmonien, so sollte ein guter Popsong klingen. My Love My Life ist fast schon episch. Sehr schöner unf recht emotionaler Titel. Dum Dum Diddle fällt für mich leider etwas ab. Es handelt sich sicherlich um einen netten Song. Aber da ist nicht mehr, das klingt etwas unverbindlich. Dafür hat aber Knowing Me Knowing You das Kaliber von Dancing Queen. Ein klasse Pop Song. Perfekt gemacht mit tollen Ideen und mitreißendem Refrain. Auch Money Money Money war auch ein Megaseller. Ein sehr guter Pop Song, für mich allerdings nicht ganz so gut wie Dancing Queen oder Knowing Me.

That's Me ist zwar perfekt gemacht, aber gemessen an den vorherigen drei Übersongs kein Highlight. Why Did It Have To Be ist rhythmisch am Boogie Rock angelehnt, allerdings sehr entschärft. Irgendwie überzeugt das nicht so richtig, obwohl der Song gut gemacht ist. Tiger ist ein interessanter Pop Song mit interessanten Harmonien und außergewöhnlichen Gitarreninterludes. Arrival ist der Titelsong. Den Song habe ich zuerst von Michael Oldfield gehört, der den Song von ABBA coverte. Der Song ist instrumental gehalten und richtig gut gelungen. Ein hymnenhafter Song, gefühlsmäßig irgendwie an Schottland erinnernd. Fernando war auch ein Top Hit, erschien aber ursprünglich nicht auf dem Originalalbum. Der Song wurde als Bonustrack der 1997 Remaster auf CD gebrannt. Fernando ist ein perfekter Pop Song, besser geht Pop kaum. Allerdings finde ich persönlich Dancing Queen und Knowing Me etwas besser. Happy Hawaii wurde auch nachträglich für die 2001er Remaster aufs Album genommen. Es ist ein außergewöhnlicher Song. Die Gitarren dürften von Janne Schaffer sein - der hat mit ABBA immer mal wieder gearbeitet. Ein annehmbarer Song, der aber auch immer wieder in Tanzmucke abdriftet. Hätte man mehr auf den Gitarrenfiguren aufgebaut wäre es ein angenehm atmosphärischer Song geworden. So ist das Ganze leider ein etwas seichter Abschluss des Albums.

Arrival von ABBA ist ein gutes Album. Absolute Pop-Perlen sind Dancing Queen, Knowing Me Knowing You, Arrival und stellenweise auch Money Money Money. Der Rest sind ordentliche Pop Songs, wenn auch manchmal so ein gewisses Tanzmusikfeeling aufkommt. Ein Heavy-Metal Freak wird sich schwer auf die Musik einlassen können. Aber für den Pop-Hörer können ABBA eine echte Offenbarung sein.

Die Tracks:

  1. When I Kissed the Teacher (Andersson, Ulvaeus) 2:58
  2. Dancing Queen (Andersson, Stig Anderson, Ulvaeus) 3:47
  3. My Love, My Life (Andersson, Anderson, Ulvaeus) 3:50
  4. Dum Dum Diddle (Andersson, Ulvaeus) 2:50
  5. Knowing Me, Knowing You (Andersson, Anderson, Ulvaeus) 3:55
  6. Money, Money, Money (Andersson, Ulvaeus) 3:02
  7. That's Me (Andersson, Anderson, Ulvaeus) 3:14
  8. Why Did It Have to Be Me (Andersson, Ulvaeus) 3:19
  9. Tiger (Andersson, Ulvaeus) 2:54
  10. Arrival (instrumental) (Andersson, Ulvaeus) 2:58
Remaster 1997 Bonustrack
  • Fernando (Andersson, Anderson, Ulvaeus) 4:12
Remaster 2001 Bonustrack
  • Happy Hawaii Andersson, Anderson, Ulvaeus) 4:25

Rezensent: MP