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CD-Kritik Abba - Arrival

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Interpret: ABBA

Titel: Arrival

Erscheinungsjahr: 1976

Genre: Pop

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen
(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension:


ABBA wurde schon 1970 in Schweden gegründet. Die Band nahm zweimal am Grand Prix teil. Mit der zweiten Teilnahme im Jahr 1973 wurde der Grundstein für eine beachtliche Karriere gelegt. ABBA gewann mit Waterloo, der Rest ist Geschichte. Männer haben ABBA nie angehört, die Musik war zu Soft. Wenn ein Mann ABBA anhörte, dann nur weil Frau/Freundin/Schwester oder Mutter ABBA Fan war. So ist das. Und kein Mann hat begehrliche Blicke auf Anna und Agnetha gerichtet, nie! Egal, ABBA legten eine unvergleichliche Karriere hin. Vom Potential war die Band durchaus mit den Beatles vergleichbar, das ist keine Majestätsbeleidigung. Musikalisch gab vor allem Björn den Ton an. 1982 löste sich die Gruppe auf. Die Solokarrieren liefen bescheiden. Anna hatte leidlichen Erfolg (z. B. mit Somethings's Going On), Agnetha zog sich zurück. Björn und Benny hatten vor allem im Musicalbereich einige Erfolge.

ABBA Musik bedeutet immer gut konsumierbare Musik. Sehr gut komponierte Songs, astrein dargeboten. Klar: ein Heavy-Metal Freak wird sich schwer auf die Musik einlassen können. Aber für den Pop-Hörer können ABBA eine echte Offenbarung sein.
  • When I Kissed The Teacher fängt wirklich exzellent mit Akustikgitarren an. Im Hauptteil flacht das Ganze stark ab - die Drums sind zu Tanzmusikmäßig.
  • Dancing Queen war ein Megaseller. Und der Song ist echt gut. Klasse Instrumentierung und faszinierende Harmonien. Ein kleines Meisterwerk.
  • My Love My Life ist fast schon epenhaft. Sehr schöner Titel, sehr emotional
  • Dum Dum Diddle fällt für mich etwas ab. Ein netter Song, aber nicht mehr.
  • Knowing Me Knowing You hat das Kaliber von Dancing Queen. Ein klasse Pop Song. Perfekt gemacht, mit tollen Ideen und mitreißendem Refrain.
  • Money Money Money war auch ein Megaseller. Ein sehr guter Pop Song, für mich allerdings nicht ganz so gut wie Dancing Queen oder Knowing Me.
  • That's Me ist perfekt gemacht, aber kein Highlight.
  • Why Did It Have To Be ist rhythmisch am Boogie Rock angelehnt, allerdings sehr entschärft. Irgendwie überzeugt das nicht so richtig, obwohl gut gemacht.
  • Tiger ist ein interessanter Pop Song mit interessanten Harmonien und außergewöhnlichen Gitarreninterludes. Gut gemacht.
  • Arrival ist der Titelsong. Den Song habe ich zuerst von Michael Oldfield gehört, der den Song von ABBA coverte. So kam ich überhaupt darauf, mir das Album anzuhören. Der Song ist instrumental gehalten und richtig gut gelungen. Ein sehr hymnenhafter Song. Gefühlsmäßig irgendwie an Schottland erinnernd. Klasse.
  • Fernando ist der nächste Top Hit des Albums. Ein perfekter Pop Song, besser geht Pop kaum. Sehr gut - für mich aber nicht der stärkste Song des Albums.
  • Happy Hawaii ist ein außergewöhnlicher Song. Die Gitarren könnten von Janne Schaffer sein - der hat mit ABBA immer mal wieder gearbeitet. Ein annehmbarer Song, der aber auch immer wieder in Tanzmucke abdriftet. Hätte man mehr auf den Gitarrenfiguren aufgebaut wäre es ein richtig atmosphärischer Song geworden. Schade.
Abschließend muss ich sagen, dass Arrival von ABBA ein gutes Album ist. So weit ich noch weiß, wurden vier Titel des Albums Topseller. Absolute Pop-Perlen sind Dancing Queen, Knowing Me Knowing You, Arrival und Fernando. Der Rest sind gute Pop Songs, wenn auch manchmal so ein gewisses Tanzmusikfeeling aufkommt.

Die Tracks:
  1. When I Kissed The Teacher
  2. Dancing Queen
  3. My Love My Life
  4. Dum Dum Diddle
  5. Knowing Me Knowing You
  6. Money Money Money
  7. That's Me
  8. Why Did It Have To Be
  9. Tiger
  10. Arrival
  11. Fernando
  12. Happy Hawaii
Rezensent: MP